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	<title>BENITA CANTIENI</title>
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		<title>„Was ich kann, können alle anderen auch!“</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 21:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Interview führt Diplom-Journalistin Angelika Volk, Berlin, März 2011. Mit Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit dem eigenen Körper-Bauplan gerecht werden Immer mehr Menschen interessieren sich für die CANTIENICA®-Methode. Im Einklang mit dem eigenen Körper zu bleiben, Muskeln so zu trainieren, Knochen so aufzurichten, wie es ihr ganz eigener, natürlicher Bauplan vorsieht, erscheint ihnen sinnvoll und schön. Sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=212&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Das Interview führt Diplom-Journalistin Angelika Volk, Berlin, März 2011.</pre>
<h2><span class="Apple-style-span" style="font-size:15px;"><strong><br />
Mit Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit dem eigenen Körper-Bauplan gerecht werden</strong></span></h2>
<p>Immer mehr Menschen interessieren sich für die CANTIENICA®-Methode. Im Einklang mit dem eigenen Körper zu bleiben, Muskeln so zu trainieren, Knochen so aufzurichten, wie es ihr ganz eigener, natürlicher Bauplan vorsieht, erscheint ihnen sinnvoll und schön. Sie erkennen, dass diese Form der Körperarbeit sie auf eine völlig neue Spur bringt. Eine Spur, der sie mit Freude folgen können, weil sie ihnen zu einem liebevollen Umgang mit sich selbst verhilft. Das ist nicht nur für jede und jeden von uns wichtig, sondern inspiriert auch Menschen, die beruflich ihrerseits Patienten begleiten. Physiotherapeuten und Heilpraktiker kommen in CANTIENICA®-Kurse. Und Hebammen. Sie sind inspiriert von CANTIENICA® – Yoga für Schwangere. Ein Buch mit diesen wunderbaren Übungen ist gerade erschienen. Dazu und zur Entstehung, Entwicklung und Wirksamkeit der CANTIENICA®-Methode das Interview mit Benita Cantieni.</p>
<p><strong><em>Was ist das Besondere an Ihrer Methode, Frau Cantieni?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Das Besondere ist, dass sie der Einmaligkeit jedes Menschen gerecht wird, dass sie nicht von den Defiziten des Körpers ausgeht, die vielleicht vorhanden sind oder im Laufe des Lebens erworben wurden, sondern von den Möglichkeiten, von dem, was sein könnte. Sie vermittelt, wie Sie Ihrem eigenen Körper-Bauplan gerecht werden und so Leichtigkeit, Bewegungsfreude und Schmerzfreiheit erlangen. Das geschieht, indem Sie lernen, Ihre eigenen Knochen ideal auszurichten. Dann nämlich sind auch sämtliche skeletthaltenden Muskeln aktiv und die Gelenke reaktionsbereit.</p>
<p><strong><em>Und wie funktioniert das?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Sehr vereinfacht erklärt: Wir stapeln vor jeder Übung zuerst die Knochen ideal über- und aufeinander. Jeder Knochen soll frei stehen, keine Gelenkfläche soll an der anderen reiben. In dieser perfekten Ausrichtung der Knochen werden automatisch alle skeletthaltenden Muskeln aktiv. Und erst jetzt wird gezielt bewegt. Dreidimensional, wie der Körper im Alltag gebraucht wird. Inzwischen gibt es über 1000 Übungen, die von den  CANTIENICA®-Instruktorinnen zu immer wieder neuen Choreographien verbunden werden. Dadurch wird das Training nie langweilig. Stetige Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer sichert die Qualität.</p>
<p>Kurz gesagt, versteht sich die CANTIENICA®-Methode als Grundlage für jede Art der Bewegung. Wer den eigenen Körper so profund kennenlernt, läuft schwerelos, tanzt schwerelos, geht schwerelos. Fährt körpergerecht Ski, schwimmt körpergerecht, schläft anders als zuvor.</p>
<p><strong><em>Warum haben Sie Ihre ganz eigene Methode entwickelt? Gab es einen speziellen Grund dafür?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Ich entwickelte in frühester Kindheit eine Skoliose, das ist eine Fehlstellung der Wirbelsäule, eine seitliche Verkrümmung mit Verdrehung der einzelnen Wirbelkörper. Ich stellte diese Krümmung nie in Frage, genauso wenig, wie mein Umfeld. Skoliose hat man oder hat man nicht. Die Verkrümmung wurde immer schlimmer, ich wurde immer eitler, die Stöckelschuhe wurden immer höher – schließlich war ich damals Chefredakteurin von Frauenzeitschriften – die Schmerzen nahmen zu. Ich probierte alles aus, was es gab: Rolfing, Feldenkrais und Alexander-Technik, nacheinander, nebeneinander, durcheinander. Das brachte kurzfristig Linderung. Nur Linderung. Ich lernte, einigermaßen mit den Schmerzen zu leben.</p>
<p>1993 begegnete ich Dr. Christian Larsen, Mitbegründer der Spiraldynamik International. Er sagte den einen Satz, der mein Leben auf den Kopf stellte: „Was, wenn du die Skoliose nicht hast, sondern machst?“ Wow. Klar. Angeeignet. Ein Missverständnis. Keine Strafe Gottes.</p>
<p>Ich probierte die damals junge Spiraldynamik aus. Sie war mir zu theoretisch und zu passiv, etwas für Physiotherapeuten, die manuell therapierend mit anderen Menschen arbeiten. Ich wollte die Selbstheilung, wollte selbst herausfinden, wie ich ohne therapeutische Manipulation gerade werden kann.</p>
<p>Und daraus entstand die CANTIENICA®-Methode für Körperform &amp; Haltung.</p>
<p><strong><em>…mit der Sie die Selbstheilung dann geschafft haben?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Die Skoliose habe immer noch, Wirbel und Bandscheiben wachsen bei einem über 45-jährigen Menschen nicht einfach voll nach. Doch habe ich sie durch Aufspannung begradigt. Ich lebe gerade und absolut schmerzfrei. Das Zaubermittel heißt: Muskulatur. Die Muskeln an beiden Seiten der Wirbelsäule halten mich gerade. Das Becken habe ich umgeformt, den Brustkorb auch. Schultern und Hüften sind völlig neu ausgerichtet, Arme und Beine neu verschraubt.</p>
<p><strong><em>Das hört sich einfach an – ist es aber doch sicher nicht?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Das war eine jahrelange, manchmal mühsame, vor allem beglückende Feinarbeit. Die wichtigsten Instrumente sind Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit, Selbstbeobachtung. Was die CANTIENICA®-Methode vermittelt, folgt dem logischen Bauplan jedes Menschen. Während sich Ärzte und Physiotherapeuten an der Schulbuchanatomie orientieren, die nur zeigt, was es an Verkrümmungen und Fehlhaltungen alles gibt, geht es mir um das, was sein kann. Daraus entwickelte ich in fast 20 Jahren eine logische Anatomie, die jeder Mensch sofort umsetzen und am eigenen Leibe sofort spüren kann – denn sie wird seiner Einmaligkeit gerecht.</p>
<p><strong><em>Viele Menschen haben einfach keine Lust auf Bewegung. Hat ihr Körper „vergessen“, dass es ihm besser bekommt, wenn er sich nicht immer in sitzender Position befindet?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Er hat es nicht vergessen, denn er beschwert sich ja über kurz oder lang. Er reagiert auf diesen Mangel oft mit Steifheit, mit Schmerzen, eben mit den unterschiedlichsten Beschwerden.</p>
<p>Ich weiß genau, wie das ist, die Signale des Körpers zu ignorieren. Das habe ich früher ja auch getan. Inzwischen weiß ich: Wird der Körper „artgerecht“ gehalten und unterhalten, so meldet er sein Bewegungsbedürfnis so selbstverständlich, wie er Hunger, Durst, Müdigkeit signalisiert.</p>
<p><strong><em>Wir leben immer länger. Das bringt ja bekanntlich nicht nur Freude, sondern auch Probleme mit sich. Lohnt es sich, auch in höherem Alter seine Bewegungsgewohnheiten auf die CANTIENICA®</em></strong><strong><em>-Methode umzustellen?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Ach, diese „Lohnt es sich“-Fragen! Es lohnt sich bis zum allerletzten Atemzug, dem Erfahrungsinstrument Körper Sorge zu tragen. Wir haben im Zürcher Studio Menschen zwischen 17 und 92 Jahren, die gemeinsam ihre Körper- und Bewegungsintelligenz trainieren. Wer damit anfängt, stellt 1000 Fragen, nur nicht die nach dem Lohnen. Die Be-Lohnung spürt er vom ersten Atemzug und ersten Knochenzug an ganz intensiv. Wenn ich wüsste, dass ich in 10 Stunden sterben müsste, ich würde sofort und intensiv trainieren, in der Überzeugung, dass ich mein Sterben anders erleben und bewältigen würde. Denn das ist es, was einen wesentlichen Effekt des Trainings ausmacht. Unser Körper reagiert auf andere, ihm gemäße Weise – und wir erleben ihn völlig anders als zuvor.</p>
<p>Ein wunderbares Beispiel dafür sind übrigens Schwangerschaft und Geburt. Gemeinsam mit  Andrea Tresch, Master Teacher meiner Methode und gefragte Yoga-Lehrerin, entwickelte ich CANTIENICA® in Yoga und sie setzte die kombinierte Methode gleich selbst in ihrer Schwangerschaft um. Es sei die „beste Voraussetzung für eine leichte Schwangerschaft und eine selbstbestimmte Geburt ohne Medikamente, ohne Dammriss, ohne Komplikationen“, schreibt sie begeistert. Gerade kam unser Buch CANTIENICA®-Yoga für Schwangere heraus. Auch andere werdende Mütter und ihre Babys sollen davon profitieren.</p>
<p><strong><em>Frauen gehen anders mit den Themen Gesundheit und Krankheit um als Männer. Sie sind offenbar empfänglicher für Möglichkeiten, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Was überzeugt Männer?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Frauen sind empfänglicher, das stimmt. Doch die Männer holen auf. Immerhin 30 Prozent der in unserem Studio Trainierenden sind inzwischen Männer. Wenn sie auf den Geschmack gekommen sind, wenn sie festgestellt haben, welche Bewegungsqualität sich aus den Übungen ergibt, arbeiten sie konzentriert und engagiert. Nicht ein großer Muskelumfang ist dann das Ziel, sondern der Muskelinhalt.</p>
<p><strong><em>Sie sagen selbst, dass Sie Überzeugungstäterin sind. Sie möchten, dass möglichst viele Menschen sich so verhalten, dass sie wieder Freude an ihrem Körper haben. Welche Rolle spielen Bildung und Einkommen dabei?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Wer sich mit meiner Methode beschäftigen will, kann das unabhängig von Bildung und Einkommen. Auf meiner Homepage gibt es ein kostenloses Workout, es gibt Spezialworkouts für sechs Euro, in einem kostenlosen Forum kann sich jeder, der mag, informieren. Und es gibt Bücher. Wer 20 Euro investieren will und kann, kauft sich ein Buch, eine CD oder eine DVD. Wer individuelle Anleitung sucht und mehr Geld investieren will und kann, geht in ein Studio und lässt sich coachen. Und diese Dienstleistung hat in ihren Preis, wie jede andere auch.</p>
<p>Jeder Mensch entscheidet selbst, wofür er sein Geld ausgibt. Wer unbeschränkt Geld zur Verfügung hat, springt schnell auf neue Trends und gibt das Geld für Unsinn aus. Hollywoodstars entdecken jeden Monat einen ultimativen Trend. Menschen, die mit ihren Ressourcen sorgfältig umgehen, entwickeln ein Gespür für Qualität. Sie springen nicht auf jeden Trend auf, sondern bleiben dabei, wenn sie spüren, dass ihnen etwas gut tut. Meine Methode entfaltet ihre Wirkung um so mehr, je länger jemand dabei bleibt. Wir machen keine „Fit im Schlaf“-Versprechen, sondern sagen ganz klar: Am Anfang ist es harte Arbeit, dann kommt die Leichtigkeit.</p>
<p><strong><em>Heilpraktiker, Homöopathen, Akupunkteure haben Hochkonjunktur. Ist das aus Ihrer Sicht einfach eine vorübergehende Masche oder zeigt sich hier ein tiefes Bedürfnis, mehr für die eigene Gesundheit zu tun, als der Arzt es kann, aber auch, mehr Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Heilpraktiker, Akupunkteure, Homöopathen finde ich prima. Sie stärken die Selbstheilungskräfte können Störungen im Körper ausräumen, bevor sie manifest werden. Sie gehen, wie meine Methode, auf die Frühwarnsysteme des Körpers ein, nehmen sie ernst.</p>
<p>Ein Beispiel: Ein Mensch hat Rückenschmerzen, geht zum Arzt, der Arzt findet nichts und verschreibt Schmerztabletten. Der Mensch geht nachhause, seine Beschwerden bleiben. Er geht nach Monaten wieder zum Arzt, der findet wieder nichts, meint nun, es sei wahrscheinlich psychisch. 65 Prozent aller Rückenschmerzen sollen ja angeblich psychischer Natur sein. Der schmerzgeplagte Mensch schämt sich, geht seiner Wege, hält die Schmerzen aus. Ein Jahr später haben sich die diffusen, angeblich grundlosen Schmerzen in einen schweren Bandscheibenschaden ausgewachsen, den der Arzt mit den bildgebenden Verfahren sehen kann. Vielleicht sagt er jetzt auch noch zum Patienten: „Wären Sie doch schon früher gekommen!“</p>
<p>Praktisch alle chronischen Krankheiten am Bewegungsskelett schleichen sich langsam ein, mit Schmerzen, lange bevor die Knorpel und Knochen Schaden nehmen.  Wohl dem, der die Symptome ernst nimmt und sich mit den Warnschmerzen des klugen Körpers beschäftigt. Wer oder was dann hilft, ist doch egal.</p>
<p><strong><em>Wer immer die CANTIENICA®</em></strong><strong><em>-Methode anwendet, der Mensch ist ja oft enthusiastisch und voller gutem Willen, wie lernt er, durchzuhalten? Gute Vorsätze halten oft im Alltag nicht lange an.</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Etwas durchhalten, was keinen Spaß macht und keinen Erfolg bringt – das kann ich auch nicht. Wie oft hörte ich: „Halten Sie durch. Denn wenn Sie nichts tun, wäre es noch schlimmer.“ Für mich bedeutet das heute nur: Es war für mich nicht das Richtige.</p>
<p>Meine Methode bringt mir und mittlerweile Hunderttausenden in Europa so schnell so viel an Wohlbefinden, Kraft und Beweglichkeit, dass es einfach nur eine Freude ist, weiter zu machen. Wir haben hier in Zürich Kundinnen, die kommen seit meiner allerersten Lektion im November 1992 zu mir. Befragt, weshalb, sagen sie fast durchweg: „Ich brauche es. Mein Körper will es. Ich fühle mich nach dem Training wie neugeboren. Wenn ich keine Lust habe, zu kommen, so motiviert mich das Wissen, wie ich mich nach dem Training fühle.“ So muss es sein. Die Art der Körperarbeit muss jeder, jede für sich selbst finden. Hemmungslos ausprobieren – und sofort aufhören, wenn es keinen Spaß macht, wenn es sich wie Durchhalten anfühlt, wenn es einen Schweinehund zu überwinden gibt.</p>
<p><strong><em>Enttäuschung darüber, nicht schnell genug vorwärts zu kommen, Übungen nicht richtig ausführen zu können, führt ebenfalls zum Aufgeben. Braucht es dann jemanden, der einen wieder motiviert?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Ungeduld ist gut! Wir sagen unseren Kundinnen und Kunden: Schon nach der ersten Lektion müssen Sie sich toll fühlen, nach der dritten Lektion Resultate im Spiegel sehen und von anderen Komplimente bekommen. Nach drei Wochen können Sie die Erfolge messen, zum Beispiel in der Körperlänge. Ich selbst habe über vier Zentimeter in der Länge zugelegt.</p>
<p>Meine Methode umfasst auch ein ausgeklügeltes Coaching. Wir alle – alle CANTIENICA®-Anbieter – nehmen maximal zehn Personen in eine Lektion auf. Die Stärken werden gefördert, die Herausforderungen diskret zum Verschwinden gebracht. Die Kursteilnehmer/innen werden motiviert und gelobt, die Fortschritte werden schriftlich festgehalten. Funktioniert großartig.</p>
<p><strong><em>Trainieren Sie selbst auch in der Gruppe?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Selten. Ich bin dann halt doch „der Boss“, meine Anwesenheit macht die Instruktorinnen nervös. So trainiere ich am liebsten für mich. Weil es in meiner Methode um die Qualität der Haltung und die Qualität der Bewegung geht, entwickle ich mich entgegen alle Annahmen, wie ein Mensch mit über 60 zu sein hat. Statt abzugeben, weniger Muskeln zu haben, weniger beweglich zu sein, nimmt meine Fitness zu und zu und zu. Ich werde immer kräftiger, mein Körper wird immer muskulöser, meine Knochen legen an Dichte zu, ich kann mit 61 mühelos alle Arten von Spagat, ich habe mehr Ausdauer als mit 20 – wenn mich das nicht motiviert, so ist mir nicht zu helfen!</p>
<p>Was ich kann, können alle anderen auch.</p>
<p><strong><em>Wie lernen wir, auf unseren Körper zu achten, ihn tatsächlich wahrzunehmen – und Schmerzen, als Signale zu deuten? Wie bekommen wir ein besseres Körpergefühl?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Durch die Arbeit mit dem Körper. Durch bewusstes Aufspannen, Entspannen, Anspannen. In dieser Disziplin ist meine Methode nicht die einzig Gute. Feldenkrais, Alexander-Technik, Franklin-Methode, guter Yoga, Eurythmie, gezielte Entspannungstechniken, Meditations- und Atem-Methoden und viele andere können helfen, den eigenen Körper wahrzunehmen, Muskeln zu unterscheiden, Knochen zu strecken, Aktivität und Entspannung bewusst einzusetzen.</p>
<p>Wir haben ein verqueres  Verhältnis zu Schmerzen. Zuerst ist die Abweichung vom Wohlbefinden einfach nur ein hochintelligentes Signal unseres hochintelligenten Körpers: Hey, du da, du machst etwas, was mir nicht gefällt! Hören wir auf den Schmerz, bewegen wir uns anders, sitzen oder stehen anders. Der Körper ist zufrieden. Bleiben wir bei der Fehlhaltung oder kompensieren sie mit einer neuen Verrenkung, unterdrücken den Schmerz,  indem wir auf die Zähne beißen oder Schmerztabletten nehmen, wird irgendwann ein akuter Schaden daraus, der sich dann in einen chronischen Zustand steigert.</p>
<p>Mit meiner Methode lernt der Trainierende den Umgang mit Schmerzen. Er lernt die Sprache des Körpers kennen und kann dann auch unterscheiden zwischen Schnellschmerz durch eine ungeschickte Bewegung, Alarmschmerz, wenn der Körper nicht mitmachen will, Entwicklungsschmerzen, wenn jahrelang Verkürztes wieder gedehnt wird,  Entzündungsschmerzen, Knochenschmerzen, Sehnenweh, Wohlweh &#8230; Wer, wie ich, eine Skoliose begradigen möchte, legt ein Schmerztagebuch an, notiert die Art der Schmerzen, das Entstehen, das Vergehen, die Dauer. Und lernt sich so sehr gut kennen. Das Ziel ist ganz klar: Schmerzfreiheit.</p>
<p><strong><em>Schönheit ist neben Fitness ein wichtiges Motiv für viele Menschen. Doch sie glauben nicht wirklich an „Schönheit, die von innen kommt“. Was ist Ihr Schönheitsideal?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Da darf ich Solveig Hoffmann zitieren, eine deutsche Ärztin mit einem Gesundheitszentrum auf Teneriffa. „CANTIENICA®-Körper sind entzerrt“, schreibt sie in einem neuen gemeinsamen Buch, „entzerrte Leiber sind neutral, neutrale Körper sind schön.“ Das trifft es im Kern. Ein Mensch, der mit seinem Körper eins ist, der in seinem Körper beheimatet und gut behaust ist, hat Ausstrahlung. Ein Mensch mit Ausstrahlung ist schön. Alter, Gewicht, Größe spielen da keine Rolle.</p>
<p>„Der neutrale Leib“ trifft mein Schönheitsideal ziemlich genau. Wenn die Knochen übereinander stehen wie Steine auf einer Skulptur, aus sich heraus „equilibrierend“, so entsteht im Körper eine Leichtigkeit, in Muskeln, Sehnen und Bändern eine Entspanntheit, die nur Schönheit erschafft, nichts anderes.</p>
<p><strong><em>Gibt es in Ihrem Leben trotz der CANTIENICA®</em></strong><strong><em>-Methode dennoch Wehwehchen oder Krankheiten, und wie gehen Sie in diesem Falle damit um? Wie weit hilft Ihnen Ihre mentale Einstellung insgesamt?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Mein Körper sagt: Hunger. Ich esse. Mein Körper sagt: Durst. Ich trinke. Mein Körper sagt: Brauche Bewegung. Ich bewege mich. So. Einfach. Ist. Das.</p>
<p>Wehwehchen: Spannt der Nacken, entspanne ich den Nacken. Zippelt’s am Knie, gehe ich laufen. Klemme ich einen Nerv ein, so löse ich ihn wieder aus.</p>
<p>Erwische ich einen Virus oder ein Bakterium, so bleibe ich im Bett oder gehe zum Arzt.</p>
<p><strong><em>Sie entwickeln Ihre Methode stetig weiter. Welche Pläne haben Sie noch?</em></strong></p>
<p><strong>Benita Cantieni</strong>: Gerade ist das bereits erwähnte gemeinsame Buch mit einer CANTIENICA®-Instruktorin in den Handel gekommen, „CANTIENICA® – Yoga für Schwangere“ mit Andrea Tresch. Ich hoffe, das Beispiel macht Schule: Die Gesangslehrerin, die mit der Methode arbeitet, schreibt ein Buch für Sänger/innen, die Cellistin schreibt das Buch für Cellisten, die Geigerin für Geiger, die Tänzerin für Tänzer, die Reiterin für Reiter, denn die anatomischen Prinzipien lassen sich in alles einbauen, was der Mensch mit seinem Körper macht. Überhaupt sind Förderung des Nachwuchses und Sicherung der Nachfolge wichtige Themen für mich.</p>
<p>Ich bin mit der bereits zitierten Ärztin Solveig Hoffmann am Grundlagenwerk zur CANTIENICA®-Anatomie. Daraus soll ein CANTIENICA®-evidenter Anatomiekurs werden. Derzeit wird auch eine Doktorarbeit zur Wirksamkeit der Methode geschrieben. Wir arbeiten an der Anerkennung als Beruf. Ich schreibe am ultimativen Rückenbuch, bereite eine neue CANTIENICA®-CD und eine DVD vor.</p>
<p>Die Weiterbildung der Senior Teacher zu selbstständigen Kursleiterinnen und Kursleitern nimmt ebenfalls viel Zeit in Anspruch. Bis 2012 will ich möglichst alle Ausbildungen abgeben, damit ich mich der Forschung widmen kann. Ich bin überzeugt, dass die Muskeln und ihre „innate“, die ihnen innewohnende, angeborene Intelligenz erst am Rande erforscht sind. Ich erfahre, dass der aktive aufrechte Kreuzgang und gutes Altern viel miteinander zu tun haben. Und dann habe ich ein paar Revoluzzerideen, die noch nicht spruchreif sind.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Blicken Sie nicht auf die Krankheit,  freuen Sie sich auf Gesundheit!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 13:12:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Benita Cantieni gibt der Prävention einen neuen Sinn. Ihr geht es darum, Gesundheit zu schützen statt – wie es gemeinhin versucht wird – Krankheit zu verhindern. Gibt es da einen Unterschied? „Es ist ein völlig anderer Denkansatz“, sagt die Körpertrainerin. „Prävention im landläufigen Sinne richtet den Blick auf Krankheit und Schmerzen. Prävention wie ich sie verstehe, richtet sich auf Wohlbefinden, die Freude an einem kräftigen Körper, seine Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit. So verstanden kann Prävention sogar sexy sein.“<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=174&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Das Interview führt Diplom-Journalistin Angelika Volk.</pre>
<h3><strong>Der neue Weg in der Prävention: Gesundheit schützen, statt Krankheit verhindern. Was mit herkömmlicher Prävention falsch läuft und wer davon profitiert.</strong><strong> </strong></h3>
<p>Benita Cantieni gibt der Prävention einen neuen Sinn. Ihr geht es darum, Gesundheit zu schützen statt – wie es gemeinhin versucht wird – Krankheit zu verhindern. Gibt es da einen Unterschied? „Es ist ein völlig anderer Denkansatz“, sagt die Körpertrainerin. „Prävention im landläufigen Sinne richtet den Blick auf Krankheit und Schmerzen. Prävention wie ich sie verstehe, richtet sich auf Wohlbefinden, die Freude an einem kräftigen Körper, seine Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit. So verstanden kann Prävention sogar sexy sein.“</p>
<p><strong> </strong><strong><em>Krankheiten vorbeugen oder Gesundheit schützen – wo liegt der Unterschied, Benita Cantieni? Was ist Prävention?</em></strong></p>
<p>Es gibt unendlich viele Definitionen von Prävention. Da sind die logischen Ansätze, bei denen es z.B. um Sicherheit am Arbeitsplatz oder um Safer Sex geht. Im Kern ist aber immer die Verhinderung von Krankheiten gemeint. Ich verfechte eine radikal andere Position. Ich will mit Prävention Gesundheit erhalten.</p>
<p><strong><em>Es geht also um die Einstellung dazu. Beginnt Prävention in die eine oder die andere Richtung im Kopf?</em></strong></p>
<p>Genau! Es ist auf Dauer nicht motivierend, etwas verhindern zu wollen. Den Blick fest auf die Krankheit gerichtet, ziehen wir gegen unsere Beschwerden in den Kampf &#8211; das klingt schon sauertöpfisch und negativ. Da ist es doch sehr viel fröhlicher, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Sich zu sagen: Ich will leistungsfähig, lebensfroh, unternehmungslustig, reaktionsschnell bleiben oder werden.</p>
<p>Prävention heißt für mich, meine Gesundheit zu schützen, auszubauen, zu erhalten. Ich will fit sein, um meinen Alltag zu meistern, um mich wohlzufühlen. Prävention so verstanden, stärkt das Selbstvertrauen und erfasst die ganze Persönlichkeit. Wer gesund ist und etwas dafür tun will, dass es so bleibt, hat vom ersten Augenblick an so viel Nutzen, Spaß und Freude, dass er automatisch motiviert ist.<strong> </strong></p>
<p>Mir gefällt daher der Ausdruck Provention besser als Prävention. Er wird vom Risikomanagement der Rückversicherungen benutzt. Ich finde, dass er auch sehr gut bezeichnet, was ich meine:  Provention will nicht Krankheit stoppen, sie will Gesundheit steigern. Mehr Kraft. Mehr Beweglichkeit. Mehr Bewegungslust. Mehr Freiheit. Mehr Spontaneität. Mehr Zuversicht. Mehr Selbstwahrnehmung. Mehr Autonomie. Der Körper ist unser bester Freund. Wer ihn kennt, der spürt, was er braucht und gibt ihm genau das.</p>
<p>Unter Prävention Verhinderung von Krankheit zu verstehen, greift nach meinem Verständnis viel zu kurz.<strong></strong></p>
<p><strong><em>Kann es denn wirklich so falsch sein, nicht krank werden zu wollen? Ist das nicht zumindest ein Anfang?</em></strong></p>
<p>Das ist meiner Ansicht nach so, als würden sie zum Beispiel eine Jacke schief knöpfen. Geht der erste Knopf ins falsche Knopfloch, kommen sie unten unweigerlich auch schief an. Dieser Anfang, dieser Blick auf die Verhinderung von Krankheit,  führt im Grunde immer weiter weg von dem, was wirklich gut für den Menschen ist. Das landläufige Verständnis von Prävention betrachtet einzelne Körperteile, die gekräftigt werden sollen oder auch Krankheiten, denen vorgebeugt werden soll. Es ist sozusagen eine mechanistische Betrachtungsweise.</p>
<p>Was ich meine, ist im Grunde eine Lebenseinstellung, die ein bestimmtes Verhalten auslöst – und zwar nicht nur für einen kurzen Zeitraum, sondern für das ganze weitere Leben.</p>
<p>Krankheit vermeiden ist auch mental eine ganz andere Sache als Gesundheit erhalten, das fühlt sich doch auch ganz anders an. Hurra, ich bin gesund und kann dafür sorgen, dass das so bleibt.</p>
<p><strong><em>Die meisten von uns „erwerben“ im Laufe ihres Lebens Krankheiten und Beschwerden. </em></strong></p>
<p>Die Beschwerden, die wir durch Fehlhaltungen und Bewegungsmangel erwerben, sind mein Thema. Wir erwerben vieles durch Verhaltensweisen. Die Folgen betrachten wir dann als unausweichlich: „Damit muss ich mich abfinden“. Das muss ich aber nicht!</p>
<p>Ich kann etwas für meinen Körper, für meine Gesundheit tun. Ich bin dem Alter mit seinen Beschwerden nicht ausgeliefert. Ich habe die Möglichkeit, etwas für meinen Rücken, meine Hüften, Beine und Arme zu tun. Langes, falsches Sitzen am Computer, im Auto, abends vor dem Fernseher, zu hastiges, zu fettes Essen – das sind keine positiven Aktionen und Gewohnheiten.  Jeder wird selbst spüren, wie wohl es tut, wenn sein Körper gut und ohne Beschwerden funktioniert. Mit aufgespanntem Körper, mit gesundem Rücken, durch die Welt zu gehen, ist äußerst angenehm – und sieht auch noch sehr gut aus. Warum, um Himmels Willen, tun wir dann nichts dafür? Gleich heute?</p>
<p><strong><em>Was heißt nun „Provention“ konkret?</em></strong></p>
<p>Für mich bedeutet das Wort: Ich tue jetzt etwas für mich und fühle mich damit wohl. Ich esse jetzt vernünftig. Ich bewege mich jetzt gut. Ich schlafe jetzt gut. Dieses Jetzt verlängert sich von selbst in die nächsten Momente, Tage, Monate, Jahre. Es schiebt – und das weiß ich aus eigener Erfahrung –  alles weit, weit weg, was uns Beschwerden macht und auch dazu führt, dass wir uns alt fühlen, weil Verschleiß unseren Bewegungsapparat hemmt. Unser Körper will Harmonie, will in seine ureigenste Balance kommen. Wir belohnen uns selbst, wenn wir lernen, auf ihn zu hören.</p>
<p><strong><em>Es geht also um unsere ganz persönliche Entscheidung. Dabei versucht doch die Politik und versuchen auch die Krankenkassen immer wieder, uns mit Präventionsprogrammen und Präventionsgesetzen zu beglücken. Auch Ärzte sind Präventionsbefürworter. Nicht nötig, falscher Ansatz?</em></strong></p>
<p>Prävention gehört in die Köpfe der Menschen, nicht in die Programme der Politiker und auch nicht in die Hände der Ärzte. Die Politik hat, wenn sie Prävention fordert,  im besten Falle ideologische Gründe. Wahrscheinlicher sind wirtschaftliche Absichten – ebenso wie die Medizin nach meiner Erfahrung vor allem wirtschaftliche Gründe hat. Schließlich müssen kranke Kassen saniert und Krankenhäuser, High-Tech-Geräte und Operationsabteilungen in Schuss gehalten werden. Natürlich will auch die Pharmaindustrie die Krankheit, denn kranke Menschen schlucken und zahlen alles. Und Ärzte wählen ihren Beruf, weil sie kranke Menschen behandeln wollen. Es gibt nichts Uninteressanteres für einen Arzt, als einen gesunden Menschen.</p>
<p><strong><em>Zumindest denkt man doch, Gesundheit sollte das Ziel jeder Behandlung sein…</em></strong></p>
<p>Das will ich den Ärzten auch gar nicht absprechen. Es geht mir nicht um Medizinerschelte. Ich fing mein Leben krank an. Schon als Kind hatte ich chronische Nierenprobleme, schweres Bronchialasthma, viele Allergien, eine chronische Darmerkrankung. Ohne moderne Medizin wäre ich nicht 40 geworden.  Ich bin dankbar, dass es diese moderne Medizin gibt.</p>
<p>Die regelmäßigen Untersuchungen beim Frauenarzt und beim Proktologen sind Vorsorge, Prävention durchaus im derzeit definierten Sinn. Hier unterstützt mich die Krankenkasse und ich bezahlte dafür Beiträge.</p>
<p><strong><em>&#8230;die durch Prävention stabil gehalten werden sollen. So ist ja die offizielle These.</em></strong></p>
<p>An solchen Leistungen sind die Gesundheitskosten ganz sicher nicht explodiert. Wenn das alles wäre, hätten wir es ja mit einem zumindest theoretisch sinnvollen und finanzierbaren System zu tun. Dass es nicht so ist, hat sicher viele Gründe. Ein Grund ist u.a., dass Leistungen als Prävention angeboten werden, die viel Geld kosten und den betroffenen Menschen oft nicht nützen, sondern ihnen sogar schaden.</p>
<p><strong><em>Prävention als Kostentreiber?</em></strong></p>
<p>In bestimmten Fällen sicher. In meinem beruflichen Alltag höre ich haarsträubende Geschichten von Menschen, die weder kurz- noch langfristig damit gesünder wurden. Einer Frau wurde geraten, sich „präventiv“ die gesunde Gebärmutter samt Eierstöcken entfernen zu lassen. Ein Mann ließ sich „präventiv“ ein künstliches Hüftgelenk einsetzen. Ich selbst – ja, auch ich war nicht gefeit davor – ließ mir vor Jahren „präventiv“ die Venen strippen, um im Alter keine Krampfadern zu bekommen. Der Effekt: ich hatte danach sichtbare Adern, die vorher nicht zu sehen waren. Prävention? Ja – für das Bankkonto des Arztes.</p>
<p>Wäre ich allen Empfehlungen der Ärzte gefolgt, hätte ich heute ein künstliches Hüftgelenk, ein künstliches Kiefergelenk, eine versteifte Lendenwirbelsäule, Nägel in den Kreuzbeingelenken und säße wahrscheinlich im Rollstuhl. Wie Sie sehen, kam es so nicht. Ich bin durch meine Lebensführung alle Krankheiten losgeworden.</p>
<p><strong><em>Hat das keinen Arzt stutzig gemacht? </em></strong></p>
<p>Einige würden mich eher im Vatikan als Wunder melden, als den Umstand zu akzeptieren, dass meine proventiven Maßnahmen alle Operationen überflüssig machten.</p>
<p><strong><em>Vielen Menschen fällt es nicht leicht,  sich von alten Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu verabschieden und Verantwortung für ihren Körper zu übernehmen. Was sagen Sie ihnen?</em></strong></p>
<p>Es gibt eine einfach Erkenntnis: Wenn ich gesund, beweglich und kräftig sein will, braucht mein Körper eine „artgerechte“ Wartung. Er ist ein Bewegungsinstrument, also beweg‘ ihn. Und beweg‘ ihn bitte so, dass es ihm gut tut. Wer das erlebt, wird nicht mehr zu alten Gewohnheiten zurückkehren wollen.</p>
<p>Leider fühlen sich viele Menschen für ihre Gesundheit nicht zuständig. So, wie sie ihr Auto in die Werkstatt bringen, wenn es irgendwo klappert, bringen sie ihren Körper zum Arzt. Er wird das schon wieder richten. Wenn mir ein Kettenraucher oder einer der vielen sozialisierten Alkoholiker sagt, Gesundheit sei für ihn das höchste Gut, wenn chronische Wurst-Pommes-Esser oder bornierte No-Sports-Churchill-Verehrer mir klagen, was sie alles an Beschwerden erleiden müssen, werde ich grantig. Sie alle verhalten sich pro Krankheit. Sie geben nicht nur die Verantwortung für ihre Gesundheit ab, sondern auch die Freude daran.</p>
<p><strong><em>Das klingt jetzt ein bisschen moralisierend…</em></strong></p>
<p>Okay, ich bin gern ein Körpermoralist. Ich kann nicht verstehen, dass sich Menschen in Schmerzen ergeben und die Verantwortung für ihren Körper an Ärzte und Therapeuten übertragen. Für mich ist Prävention/Provention sexy. Ich bringe meinen Körper in die Verfassung, aus der er am meisten Sinnlichkeit, Unternehmenslust, Schaffenskraft schöpft. Alles, was ich unternehme, bringt mir sofort, in diesem Moment, Nutzen. Dafür ist niemand anderer verantwortlich außer mir selbst. Die Prävention, die ich meine, macht Spaß. Sie bringt mir einen vielfachen Return on Investment.</p>
<p><strong><em>Auch die Krankenversicherungen bieten Prävention an – vor allem in der Hoffnung, mittelfristig ihren eigenen Return on Investment zu erhalten. </em></strong></p>
<p>Ich habe nicht den Eindruck, dass die Krankenkassen mittelfristig denken und planen. Prävention ist für sie vor allem ein Marketinginstrument. Sie zahlen für viele sinnlose Aktionen und Kurse:  Rückenschulen, die krumm machen, Yogalektionen, die eigentlich eine Schande sind, ungeschütztes, im Schnellkur erlerntes Pilates, bei dem Sie gar nicht wissen, was es bewirkt, weil jeder darunter etwas anderes, zum Teil sogar gesundheitsgefährdenden Unfug, versteht. Yoga und Pilates sind leider keine geschützten Begriffe. Nicht überall, wo Yoga draufsteht, ist Yoga drin.</p>
<p>Irgendeinen Kurs zu absolvieren, hilft niemandem. Joggen an sich ist nicht gesund. Erst, wenn der Bewegungsablauf entsprechend der menschlichen Natur absolviert wird, nützt es und  macht Spaß. Schwimmen an sich ist ebenfalls nicht gesund. Erst die Qualität der Bewegung bringt den gesundheitsfördernden Effekt. Nordic Walking ist serielle Körperverletzung. Gymnastik und Yoga können bei falscher Anleitung mehr schaden, als nützen. Und diese Körperfeindlichkeit in der Bewegungsqualität ist leider die Norm.</p>
<p>Kassen müssten eigentlich Qualitätsprüfer sein. Das sind sie nicht, weil es offenbar gar nicht um die Qualität geht.</p>
<p>Doch auch jeder Versicherte sollte sich sagen: Fördere ich meine Gesundheit, so habe ich den vollen Nutzen. Das ist in meinem ureigensten Interesse. Es liegt daher auch in meiner Verantwortung. Wer dafür sein eigenes Geld nicht ausgeben will, ist in meinen Augen einfach nur dumm. Das ist selbstschädigende „Geiz ist geil“-Mentalität.</p>
<p><strong><em>Mancher hat das Geld aber einfach nicht…</em></strong></p>
<p>Eine Pizza, ein Bier in der Woche weniger, das Auto vielleicht 10.000 Kilometer weiter fahren, nicht sofort jedes neu auf den Markt kommende High-Tech-Gerät kaufen – und schon habe ich das Geld für das Abonnement ins Schwimmbad oder Fitnessstudio. Es gibt im Übrigen auch sehr viele kostenlose Bewegungsmöglichkeiten. Und kostengünstige Bücher, DVD, CD, die sagen und zeigen, wie sich gute Bewegung anfühlt, wie sie ‚gemacht&#8217; wird.</p>
<p><strong><em>Macht nicht die immer größer werdende Zahl älterer Menschen aus dem individuellen Streben nach einem gesunden, langen Leben eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe? </em></strong></p>
<p>Sie können Prävention nicht vergesellschaften. Sie gehört in die Verantwortung jedes Einzelnen. Ich will möglichst gesund möglichst alt werden. Es ist meine Lebenszeit. Und es ist doch wunderbar und aufregend, diese Möglichkeit überhaupt zu haben!</p>
<p>Dass wir alle heute immer älter werden, wird meist unter dem Aspekt steigender Gesundheitskosten gesehen. Dabei ist das doch eine wunderbare Entwicklung. Vor 100 Jahren betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in unseren Breitengraden gerade mal 49 Jahre. Jetzt werden wir doppelt so alt! Und wir müssen begreifen, dass wir die Wahl haben, wie wir dieses Alter erreichen und erleben möchten. Und wenn das die Mehrheit tut, ist das natürlich gut für die Gesellschaft insgesamt. Also lasst uns lustig 100 werden!</p>
<p>Das Schwierige, vermutlich sogar Schwierigste: Wir müssen raus aus den alten Denkmustern.</p>
<p><strong><em>Zum Beispiel, dass Alter immer mit Krankheit verbunden ist?</em></strong></p>
<p>Das ist ein sehr fest verankerter Glaubenssatz.</p>
<p>Ich gebe Ihnen ein Beispiel:</p>
<p>Die gängige Meinung ist: Wir werden im Alter immer kleiner. Verschleiß – da kann man nichts machen.</p>
<p>Man kann. Ich sehe mich hier durchaus in der Rolle einer Aufklärerin. Der Körper schrumpft nicht durch das Altern. Er schrumpft durch unsachgemäßen Gebrauch. Sie werden im Alter klein, weil Sie sich nicht mehr aufspannen wie Kinder. Ziehen Sie die Knochen wieder auseinander, benutzen Sie die Tiefenmuskulatur wieder mit der Bewegungslust und -freude eines Kindes, so kommt auch die in Ihrem Bauplan vorgesehene Größe wieder voll zum Vorschein. Egal, wie alt sie sind. Alterserscheinungen wie Arthrosen, Bandscheibenschäden, Muskelatrophien rühren übrigens von diesem freiwilligen, gesamtgesellschaftlich validierten Schrumpfglaubenssatz her.</p>
<p>Kinder wachsen in der Schwerkraft auf. Der Widerstand der Schwerkraft macht ihre Knochen und Muskeln stark. Dann ist der Mensch erwachsen, und vom gleichen Tag an soll sich diese Wirkung umkehren? Ab diesem Moment soll die Schwerkraft uns zusammendrücken? Das entbehrt jeder Logik.</p>
<p>Also, Leute, ändert in Euren Köpfen die Ansicht über die Schwerkraft! Die Schwerkraft ist nicht unsere Feindin, sie ist eine der besten Freundinnen! Sie ist das Medium, das uns ausmacht. Der menschliche Körper verdankt seine Konstruktion der Schwerkraft. Knochen, Sehnen, Muskeln und der aufrechte Gang wären ohne sie nicht möglich.</p>
<p><strong><em>Nicht jeder überlässt seine Gesundheit den Ärzten. Fitness-Studios sind voll, Wellnessurlaube und –„oasen“ boomen, in sämtlichen Parks trifft man zahlreiche Jogger. Das Bewusstsein, etwas für die eigene Gesundheit tun zu müssen, scheint doch ziemlich hoch zu sein. Oder sieht das nur so</em></strong><strong> <em>aus? </em></strong></p>
<p>Ich mache da schon noch einen Unterschied zwischen der passiven Wellness und dem aktiven Tun! Wer sich auf eine Liege legt und massieren lässt, fühlt sich im Moment gut, mit nachhaltiger Gesundheitswahrung hat das nichts zu tun. Ein paar heiße Steine auf dem Buckel fühlen sich gut an. Nachhaltig tun sie nichts für den Bewegungsapparat oder die Gesundheit der Organe.</p>
<p>Wenn ein Jogger weiß, dass es weder auf den Pulsmesser noch auf die stoßgedämpften Schuhe ankommt, sondern einzig und allein darauf, wie er sich bewegt,  tut er sich natürlich etwas Gutes. Der menschliche Körper hat sich sechs Millionen Jahre lang in und für Bewegung konstruiert. Er sitzt erst seit 100 Jahren mehr, als ihm gut tut. Bewegung, gute, körpergerechte Bewegung, ist das Beste, was er für sich und seinen Körper tun kann. Für die Knochen, für die Muskeln, für die Gelenke, für die Organe, für das Rückenmark, für die Hormonproduktion, für den Stoffwechsel und auch für das Gehirn.</p>
<p><strong><em>Teilt sich die Gesellschaft in Präventions(Gesundheits)muffel und Hyperaktive?</em></strong></p>
<p>Die Hyperaktiven sind meist jung und ihre Motivation ist fast ausschließlich das Balzverhalten.  Frauen wollen möglichst schlank sein, Männer möglichst potent erscheinen, alle wollen schön sein und auffallen. Dann kommen das Berufsleben, die Karriere, die Familie. Ziel erreicht, aber auch die Freizeit wird knapp. Es kommen die Gelenkschmerzen, die Rückenbeschwerden. Sie reihen sich ein in das Heer derjenigen, die sich in ihr Schicksal ergeben. Sie absolvieren allenfalls das absolute Bewegungsminimum als Alibi um sagen zu können, „ich hab doch alles Menschenmögliche getan, der Rest ist Schicksal“. Die Verwandlung der Hyperaktiven in die Gesundheitsmuffel ist abgeschlossen.</p>
<p><strong><em>Es gibt aber auch die 50jährigen Marathonläufer…</em></strong></p>
<p>Hyperaktiv mit 50 – hier ist „Selbstüberwindung“ oft das Motiv. „Ich halte den Schmerz aus, also bin ich“. Bis die Knie und Hüften die Lendenwirbel und Schultern kaputt sind. Irgendwann ist der Schaden am Bewegungsskelett manifest. Freude? Kraft? Gesundheit? Eher das Gegenteil.</p>
<p>Es geht nicht um Quantität, sondern um Qualität. Die wird leider oft vernachlässigt – und das genau ist mein Thema. Die Menschen sollen nicht irgendetwas für ihre Gesundheit tun, sondern das Richtige.</p>
<p><strong><em>Wie erkenne ich Qualität? Muss ich verschiedene Methoden ausprobieren?</em></strong></p>
<p>Jedenfalls sollte ich nicht einfach hinnehmen, was mir Arzt oder Therapeut sagen. Der lädierte Mensch fragt ernsthaft und besten Willens: „Was kann ich tun?“ Therapeut oder Arzt sagen: „Gehen Sie schwimmen. Gehen Sie joggen, zum Yoga. Machen Sie irgendwas.“ Kein Wort darüber, wie zu schwimmen ist, wie ich einen guten Yogalehrer finde, wie ich so laufe, dass die Gelenke keinen Schaden nehmen. Der lädierte Mensch tut, was ihm geraten wird. Die Beschwerden werden mehr, nicht weniger. Erst jetzt wird er zum Gesundheitsmuffel. „Bringt ja doch nichts“.</p>
<p>Das wichtigste Kriterium für Qualität ist mein Körper selbst. Was mir gut tut, Freude bringt, womit ich mich stetig besser und stärker fühle, das ist richtig<em>. </em>Ich behaupte: Wird der Körper so behandelt, wie es seiner Natur entspricht, meldet er sein Bewegungsbedürfnis so selbstverständlich, wie er Hunger, Durst, Müdigkeit signalisiert. Also: Gib Dir einen Ruck! Werde aktiv! Just do it! Ohne Verschreibung. Ohne einen Zuschuss der Krankenkasse.</p>
<p>Ich habe als Außenseiterin und Quereinsteigerin eine Methode aufgebaut, die anfangs belächelt wurde und die heute kopiert wird. Ich kann daher nur sagen: Wer will, der sucht. Wer sucht, der findet. Und zwar die Methode, die passt.</p>
<p>Mir fällt auf, dass es hier auch einen gesellschaftlichen Wandel gibt. Die jungen Menschen sind viel weniger autoritätenhörig als beispielsweise meine Generation. Sie glauben nicht mehr einfach alles, was „der Arzt“ sagt. Sie wechseln zu einem anderen, wenn er ihr Misstrauen weckt. Auch mir sagen sie ganz klar: Das gefällt mir. Das gefällt mir nicht. Jeder hat die Möglichkeit, aus verschiedenen Methoden die für ihn passende zu wählen. Feldenkrais, Alexander-Technik, Franklin-Methode, gutes Yoga, Eurythmie, gezielte Entspannungstechniken, Meditations- und Atem-Methoden und viele andere können helfen, den eigenen Körper wahrzunehmen, Muskeln zu unterscheiden, Knochen zu strecken, Aktivität und Entspannung bewusst einzusetzen.</p>
<p><strong><em>Wie erreiche ich Menschen, die sich für all das, was Prävention ausmacht, nicht interessieren?</em></strong></p>
<p>Prävention ist ja noch schwer zu beweisen. Es ist schwierig, den Gesunden ohne akute Beschwerden beizubringen, dass Gesundheit, soll sie dauern, Unterhalt braucht. Dass auf Pump lebt, wer sich nicht bewegt. Oft sind es erst die Schmerzen, ist es der Leidensdruck, der Menschen zum Nachdenken bringt und sie dann motiviert, sich nach Hilfe umzusehen. Unter 20 Besuchern in unseren Studios ist dann vielleicht einer beleidigt, wenn er erfährt, dass er für die Gesundung seines Achsenskelettes selber arbeiten muss. Er möchte eine Zauberpille. Die übrigen 19 nehmen das Angebot dankbar an.</p>
<p>Ich habe für die Verbreitung der von mir entwickelten Methode aber auch zur List der Verführung gegriffen. Ich versprach den Menschen einerseits nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch Schönheit und Kraft. Die bekommen sie, wenn sie mitarbeiten.</p>
<p><strong><em>Sie haben Ihre Methode ursprünglich für sich selbst entwickelt. Was hat sich in Ihrem Leben dadurch verändert?</em></strong></p>
<p>Ich war ein skoliotischer Bewegungsmuffel, bevor ich meine Methode entwickelte. Ich wollte einfach in Ruhe gelassen werden. Ich ging ein bisschen schwimmen, fuhr ein bisschen Rad, bis die Knochen schmerzten. Dann hörte ich sofort auf, wartete bis der Schmerz wieder verging. Irgendwann verging er aber nicht mehr. Mit meiner Methode habe ich mir den Körper erarbeitet, den ich heute habe und den die Natur für mich vorgesehen hatte. Als ich damit begann, war ich immerhin schon 47 Jahre alt. Jetzt habe ich eine Muskulatur, die zu 100 Prozent kraftvoll und in Bewegungsbereitschaft ist. Der Körper nimmt sich die Freiheit, mir zu sagen, was er braucht. Das ist vor allem viel und regelmäßige Bewegung. Wenn er bewegt werden will, so lässt er sich weder durch Essen, durch Trinken, durch ein schönes Vollbad noch ein gutes Buch bestechen. Nur Bewegung „hilft“.  Folge ich dem „Ruf meiner Muskeln“ nicht, bekomme ich schlechte Laune, schlafe schlecht, esse zu viel, denke nicht gut. Also: Raus in die Natur, Glückshormone produzieren, Fett verbrennen, Sauerstoff tanken, lebendig fühlen.</p>
<p>So unterhalten, belohnt mich der Körper mit allem, was ich mir wünsche – mit Kreativität und Intuition, mit klarem Kopf und ruhig schlagendem Herzen, mit gutem Schlaf und gesundem Appetit. Mit guter Laune und ausreichend Hormonen, schönen Träumen und singenden Zellen beim Einschlafen und Aufwachen..</p>
<p><strong><em>Erklären Sie bitte zum Schluss noch, was die CANTIENICA<sup>®</sup>-Methode beinhaltet und was sie bewirkt?</em></strong></p>
<p>Die CANTIENICA<sup>®</sup>-Methode versteht sich als Grundlage für jede Art der Bewegung. Wer den eigenen Körper so profund kennenlernt, läuft schwerelos, tanzt schwerelos, geht schwerelos, fährt körpergerecht Ski, schwimmt körpergerecht und schläft auch anders – besser.</p>
<p>Vereinfacht erklärt: Wir „stapeln“ vor jeder Übung zuerst die Knochen ideal über- und aufeinander. Jeder Knochen soll frei stehen, keine Gelenkfläche soll an der anderen reiben. In dieser perfekten Ausrichtung der Knochen werden automatisch alle skeletthaltenden Muskeln aktiv. Und erst jetzt wird gezielt bewegt. Dreidimensional, wie der Körper im Alltag gebraucht wird. Damit sich der Kopf nicht langweilt, erschaffen die CANTIENICA<sup>®</sup>-Instruktorinnen aus den über 1000 Übungen mit und ohne Hilfsmittel spannende Choreographien, so dass jede CANTIENICA<sup>®</sup>-Lektion neu, überraschend und herausfordernd wird. Stetige Weiterbildung sichert die Qualität.</p>
<p>Die Methode wird immer umfangreicher, es gibt ein spezielles Beckenbodentraining, ein Rückenprogramm, die perfekte Anleitung für go!, ein Powerprogramm für Fitte, die noch fitter werden wollen und Faceforming, die Anleitung, der Schwerkraft auch mit der Mimikmuskulatur zu trotzen.</p>
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		<title>Die Rolex und der zeitlose Beckenboden</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 12:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Hauseinweihungsparty. Angenehme, kultivierte Menschen. Die meisten spielen Golf. Einige privatisieren. Manche tun beides. Weisswein, Prosecco, Wasser, Orangensaft und leckere Häppchen. „Sie sind doch so gesund“, sagt die Gastgeberin, reich geschieden und Künstlerin. „Hier habe ich Karotten für Sie.“ Das fängt ja gut an. „Sie sind doch so gesund“, soll wohl heißen: Sie stehen im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=161&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Hauseinweihungsparty. Angenehme, kultivierte Menschen. Die meisten spielen Golf. Einige privatisieren. Manche tun beides.</p>
<p>Weisswein, Prosecco, Wasser, Orangensaft und leckere Häppchen.</p>
<p>„Sie sind doch so gesund“, sagt die Gastgeberin, reich geschieden und Künstlerin. „Hier habe ich Karotten für Sie.“</p>
<p>Das fängt ja gut an. „Sie sind doch so gesund“, soll wohl heißen: Sie stehen im Ruf, genußfeindlich zu sein.</p>
<p>Ich nehme dankend das Glas mit dem kühlen Weißwein an. Und meine ein kleines Seufzen der Erleichterung zu vernehmen, so in der Art, „ach, die ist ja gar nicht so schlimm“.</p>
<p>Die Schachtel mit dem Orangensaft wird diskret hinter dem Sofa versteckt. War wohl für mich gedacht.</p>
<p>Tja, so „gesund“ denke ich schon, wenn Orangensaft, dann bitte frisch gepresst, nicht aus dem Tetrapack.</p>
<p>Annähern, abtasten, kennenlernen.</p>
<p>Und immer wieder an solchen Anlässen die Überraschung, wie wenig Menschen die gute, unvoreingenomme Frage kennen.</p>
<p>Wer sind Sie?</p>
<p>Wie kommen Sie an diesen Anlass?</p>
<p>Woher kennen Sie Frau X oder Herr Y?</p>
<p>So in der Art.</p>
<p>„Sie sind doch die mit diesem Fitnessstudio, das Geschäft kann doch gar nicht laufen.“ Doch, es läuft sehr gut. „Ah, Sie sind die zweimal Geschiedene!“ Oder: „Aja, Sie leben doch schon so lange allein.“ Gefolgt von „&#8230; das habe ich jedenfalls gehört.“ Noch lieber sind mir Sätze wie: „In Natura sehen Sie aber viel jünger aus.“ Gefolgt von: „Ich habe Sie nicht so grau in Erinnerung.“ Gemeint sind die grauen Haare. Mein absoluter Favorit ist: „Sie sehen aber wirklich noch gut aus für Ihr Alter.“ Betonung auf aber.</p>
<p>So plätschert der XS-Talk, bis eine Frau sagt: „Sie sind doch die mit dem Beckenboden. Aber ist der jetzt nicht langsam wieder out?“</p>
<p>Ich stopfe ein belegtes Pumpernickelchen in den Mund, wohl auch aus der Ecke für die „Gesunden“, kaue langsam und sage schliesslich: „Ist er wieder aus der Mode gekommen, der Beckenboden? Sosso.“</p>
<p>Ich hätte mich durchaus verschlucken können an dem Satz. Das ist so, als würde das Knie aus der Mode kommen. „In diesem Herbst haben wir das Knie nicht im Angebot, es ist aus der Mode.“ Oder das Kleinhirn. „Sie! Das hat sich im Sommer ganz schlecht verkauft. Passte einfach nicht zum neuen Grün.“ Oder das linke Auge. Wer braucht schon zwei Augen. Zu den trendy Karos passt ein einzelnes Auge viel besser.</p>
<p>Nein. „Der Beckenboden“ ist nicht aus der Mode gekommen. Wird auch nicht so schnell geschehen.</p>
<p>Im örtlichen Studio für Krafttraining wissen sie immer noch nicht, dass es ihn gibt. Jedenfalls wurde er in zwei ausführlichen Einweisungen nicht einmal erwähnt. Kein einziges Mal. Da geht es wie vor 50 Jahren um den Bizeps und den Trizeps und den Gluteus und den Pectoralis und den Quadrizeps.</p>
<p>In meinem Amerika-Urlaub sah ich mich bei Büchern, DVD, CD um. Yoga, Pilates, Krafttraining, Bollywood-Workouts mit bauchtanzartigem Shamble, was immer das heisst. Alle reden von Core Training, keiner meint wirklich Tiefenmuskulatur. Ist mal von Pelvic Floor die Rede, sind die Schließmuskelpressübungen des guten, alten Dr. Kegel aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gemeint.</p>
<p>Da ist „der Beckenboden“ noch nicht mal <em>in</em> Mode gekommen, also noch weit entfernt von veraltet. Sie können ihn mit Stolz und Gusto noch mindestens zwei Saisons tragen, und dann ist er auch Secondhand noch ganz passabel.</p>
<p>Vielleicht ist es bei uns aus der Mode gekommen, dass die Vorturnerin in jedem wollmausbeseelten Kellerstudio sagt, „und jetzt den Beckenboden anziehen“, und dazu doch nur zeigt, wie das Becken gekippt, die Hüftgelenke gestaucht, die Kreuzbeingelenke verschoben werden. Das schadet und schwächt die Knochen, Sehnen, Bänder, Muskeln. Und tut für den Beckenboden gar nichts.</p>
<p>Wenn dieses Aufsitzen auf einen fahrenden Zug, ohne den Weg oder das Ziel zu kennen, wenn das aus der Mode gekommen ist, das finde ich prima.</p>
<p>Zurück zur Party. „Aha, Sie machen dieses Beckenbodenzeug also noch?“ springt eine andere Frau auf den fahrenden Talk-Zug.</p>
<p>Ja, ich mache dieses Beckenbodenzeug noch. Weil meine Methode alle Muskeln am Körper trainiert, nicht nur die modischen. Und die Beckenmuskeln sind nun mal das Fundament für den ganzen Körper, sie sind das Fundament für eine gesunde Wirbelsäule, für reibungslos funktionierende Füsse und Knie und Hüftgelenke und &#8230; dazu mache ich, unsichtbar für die Außenstehenden, zwischen Vaginahinterwand und Levator-Ani-Hals kleine Achterbewegungen, das setzt mein Steissbein in klitzekleine Bewegungen, ich spüre, wie meine Beckenhälften in vertikale Schwingungen kommen und Wärme durch mein Knochenmark hoch steigt. Ich werde schwerelos. Ich denke: „Wenn ihr wüsstet, wie wunderbar dieses altmodische Beckenbodenzeug ist &#8230;“, hab’s heimlich lustig in der Hose und wechsle das Thema.</p>
<p>Sie möchten jetzt gerne wissen, wie das geht mit dem Levator Ani und dem achternden Steissbein und dem tanzenden Kreuzbein.</p>
<p>Für die zeitlose Rolex unter den Beckenbodentrainings müssen Sie halt schon investieren. Interesse. Zeit. Disziplin. Ein bisschen Geld fürs Studio oder die Privatlektion oder wenigstens für ein Buch. Und ein bisschen Köpfchen, das braucht es auch für die Wiederbelebung der Körperintelligenz. Ich hoffe, sie wenigstens komme nicht so schnell ganz aus der Mode, die Intelligenz an sich.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cantienica.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cantienica.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cantienica.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cantienica.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cantienica.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cantienica.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cantienica.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cantienica.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cantienica.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cantienica.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cantienica.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cantienica.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cantienica.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cantienica.wordpress.com/161/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=161&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Krieg der Muskeln! Krieg der Muskeln?</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 10:30:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf www.dr-moosburger.at schreibt der Arzt Kurt A. Moosburger: „hallo virginia, vergiss das gerede um die &#8222;tiefenmuskulatur&#8220;. auch die muskeln &#8222;in der tiefe&#8220; sind gleich gut trainierbar wie die an der &#8222;oberfläche&#8220;. dazu braucht es kein &#8222;callanetics&#8220;, kein &#8222;cantienica&#8220; und auch kein &#8222;pilates&#8220;. suche den thread &#8222;Die Sache mit der Tiefenmuskulatur&#8220; vom 04.02.02 und lies mal [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=122&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">Auf <a href="http://www.dr-moosburger.at" target="_blank">www.dr-moosburger.at</a> schreibt der Arzt Kurt A. Moosburger:</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:left;padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;">„hallo virginia,</span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;"> </span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;">vergiss das gerede um die &#8222;tiefenmuskulatur&#8220;. auch die muskeln &#8222;in der tiefe&#8220; sind gleich gut trainierbar wie die an der &#8222;oberfläche&#8220;. dazu braucht es kein &#8222;callanetics&#8220;, kein &#8222;cantienica&#8220; und auch kein &#8222;pilates&#8220;.</span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;"> </span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;">suche den thread &#8222;Die Sache mit der Tiefenmuskulatur&#8220; vom 04.02.02 und lies mal thomas markmanns posting dazu (und wenn du willst, auch meines ;-))</span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;"> </span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;">ich denke, ein paar saubere, langsam ausgeführte tiefe kniebeugen mit 40 kg auf den schultern lösen dein problem innerhalb kurzer zeit. und zwar weit besser als die oben von mir erwähnten mode-pseudotrainingsformen.</span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;"> </span></em></p>
<p style="padding-left:60px;"><em><span style="color:#333333;">lg, kurt“</span></em></p>
<p>Moosburger hat Recht, die Tiefenmuskulatur ist genau so trainierbar wie die Oberflächenmuskulatur. Doch trainiert die Verpackung nicht automatisch den Inhalt. Ich kenne inzwischen tausende Frauen, die jahrelang in die Muckibude gingen und sich trotzdem Blasenschwäche und Organsenkungen einhandelten. Ich kenne hunderte von Männern, die trotz Krafttraining Leistenbrüche und Prostataveränderungen erleiden, Hämorrhoiden und Stuhlinkontinenzen, Arthrosen an Knien und Hüften und Schultern. Ich kenne tausende Menschen, die trotz Krafttraining Bandscheibenschäden, Ischiassyndrome, Hexenschüsse und Wirbelverletzungen erfahren.  <span id="more-122"></span>Und Herr Dr. Moosburger sieht auf seiner HP auch typisch aus, bullig, Pectoralis Major verkürzt „wie Anton“, wahrscheinlich zeigen die Brustwarzen nach unten, statt nach vorne; Trapezius übermächtig, Hals eher dick. So sieht Mann aus, wenn die Fitness auf Kniebeugen mit 40 kg auf den Schultern basiert. Bitte nicht lachen: Ich habe Ähnliches vor Jahren versucht – animiert vom damaligen Ehemann, der Krafttraining mit Kniebeugen als Bibel für die Fitness betrachtete und heute regelmäßig zweimal pro Woche CANTIENICA<sup>®</sup>-Training absolviert, damit er eben alle Muskeln erreicht und das von ihm geliebte Muskelbrand-Krafttraining schadlos übersteht. Ich habe mir Langhanteln mit viel Gewicht auf die Schultern gepackt und Kniebeugen gemacht. Meine Skoliose wurde davon nicht besser. Im Gegenteil. Meine autochthonen Rückenmuskeln bekamen gar nichts von dem mit, was ich da trieb. Weil die 30 % der Oberflächenmuskulatur sich zusammen ziehen und verkürzen mussten, um mit dem sinnlosen Gewicht und der anatomisch unklugen Bewegung (Kniebeugen mit den Knien weit vor den Fersen) fertig zu werden. Ich begann zu forschen, weil eben nichts half.</p>
<p>Doch eigentlich stört mich nicht, dass Kurt Moosburger von seinen Kniebeugen mit 40 kg auf der Schulter überzeugt ist. Das ist sein gutes Recht. Mich stört, wenn er anderes unbesehen als „Mode-Pseudotrainingsformen“ runter macht.  Joseph Pilates hat eine großartige Trainingsform entwickelt. Ich kritisiere an Pilates, dass die Bezeichnung ungeschützt ist und jede/r in seinem Stübchen Pilates anbieten kann; ich kritisiere, dass die Konsumenten nicht wissen, was drin ist, wenn Pilates drauf steht. Das tut mir Leid für die Pilates-Instruktoren, die das Original erlernt haben und anbieten und sich in einem Wust von Fälschungen behaupten müssen. Genau so denke ich über Yoga. Yoga an sich ist großartig, wenn es gut und sicher angeleitet wird. Es gibt in der Yoga-Bewegung viel Wildwuchs und wenig anatomische Untermauerung. Callan Pinckney hat mit Callanetics die Fitnessbewegung revolutioniert, genau wie Jane Fonda mit Aerobics. Beide Bewegungen ebneten allem, was heute ist, den Weg.</p>
<p>Schließlich finde ich es persönlich eine Frechheit, wenn Dr. K. A. M. meine Methode mit 18 Jahren Forschung, 16 Büchern mit einer Auflage von 1,5 Millionen, über 1000 Anbietern in Europa und wahrscheinlich ein paar hunderttausend aktiv Trainierenden als „Mode-Pseudotrainingsform“ herunter macht. Moosburger stellt damit nicht nur mich, sondern vor allem auch Sie als blöd hin, als „mode-pseudo“. Es ist Joseph Pilates, Jane Fonda, Arnold Schwarzenegger, Werner Kieser und Co. zu verdanken, dass wir  nicht mit Turnvater Jahn auf der Strecke blieben mit Flachrücken und Kippbecken und Stiernacken, dass es Mode-Pseudotrainingsformen heute schwer haben, dass Sie eben ein ausgesprochen gutes Gespür dafür entwickelt haben, was funktioniert und was nicht, was Scharlatanerie ist und was nicht.</p>
<p>Kniebeugen machten wir ja schon anno dannemal zu Steinzeiten in der Höhle, die Männer mit dem gerade erlegten Säbelzahntiger auf der Schulter, der wog bestimmt auch 40 kg. Und trotzdem entwickelte die Menschheit Arthrosen und Osteoporosen, Organsenkungen und Hernien, Wirbelsäulenschäden aller Art, versteifte Gelenke, Muskelschwächen und sensomotorische Verwahrlosung bei alternden Menschen. Dürfte es laut Dr. Moosburger alles nicht geben &#8230;</p>
<p>Ich komme aus einem Beruf, der Respekt hat vor der Arbeit anderer, aus dem Journalismus. Da wird zitiert, statt einfach nur kopiert. Da wird recherchiert, statt einfach nur behauptet. Wer abschreibt, kann vor den Kadi gebracht werden. Wer verunglimpft, muss Argumente haben. (Ja, ich weiß, ist auch nicht mehr, was er einmal war, der Journalismus.)</p>
<p>Die CANTIENICA<sup>®</sup>-Methode ist mehr Therapie als Fitness, Anleitung zur Selbstheilung, weil die Methode auf evidenter, logischer Anatomie basiert. Und alles, was anatomisch gut und richtig ist, macht halt auch fit und schön. Die Methode lässt sich nicht mit Pilates und Co. vergleichen, sie ist viel mehr in der Familie von Feldenkrais, Alexander-Technik, Rolfing, Kinesiologie, Spiraldynamik angesiedelt. Und in dieser Familie fühle ich mich wohl, ich habe es noch nie erlebt, dass „man“ sich in diesen Schulen für Körperbewusstsein und Körperarbeit ohne Argumente pauschal einfach runtermacht. Und mir fiel über die Jahre auf: Dr. med. Männlich ist sehr schnell und rabiat mit Urteilen. Es sagte mir auch schon mancher Dr. med. Männlich, ich sei ein freches Weib – weil ich mich wehre. Obendrauf noch ohne Doktor-Titel. Sogar Geschäftstüchtigkeit wurde mir aus dem Reservat des Dr. med. Männlich schon vorgeworfen, weil ich, wie er, von meiner Arbeit leben muss (was ich natürlich nicht müsste, wäre ich beim ersten, steinreichen Ehemann geblieben).</p>
<p>An Dr. Kurt A. Moosburger ein Angebot: Ich trete gerne zum Beweis an, wer vor uns die Tiefenmuskulatur nachhaltig trainiert und zur Verfügung hat, ich werde gewinnen, 100 % Skelettmuskulatur in Aktion, 100 % Muskulatur in Grundaufspannung. Sie werden mehr Oberflächenmuskeln haben, 30 % der Muskulatur aktiv zur Verfügung. ­– Da fällt mir ein: Etwas mehr Muckis außenrum würden mir gut tun. Weiblich, 60, Winkefleisch &#8230; Nun weiß ich ja, wie 40 kg so geschultert werden können, dass die Wirbelgelenke und Bandscheiben, die Schultergelenke und die Schädelgelenke, die Facettengelenke und die Hüftgelenke, die Knie und die Sprunggelenke  keinen Schaden nehmen, ich weiß, wie Kniebeugen anatomisch gut absolviert werden, hardcore, Knie über Fersen, unterer Rücken lang und gerade, quere Bauchmuskeln entspannt, alle anderen Rumpfmuskeln gedehnt. Ich hole mal die Hanteln aus dem Keller, damit ich auch mit der Muskeloberfläche Staat mache, falls Dr. Kurt A. Moosburger die Herausforderung annimmt.</p>
<p>Herzlich Ihre Benita A.!!!! Cantieni</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cantienica.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cantienica.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cantienica.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cantienica.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cantienica.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cantienica.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cantienica.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cantienica.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cantienica.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cantienica.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cantienica.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cantienica.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cantienica.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cantienica.wordpress.com/122/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=122&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gebrauchsanweisung für den gesunden Rücken</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 00:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Ausfälle durch Beschwerden am Rücken kosten die Schweizer Wirtschaft über 4 Milliarden Franken. Im Jahr. 85 % aller erwachsenen Erwerbstätigen erkrankt mindestens einmal im Leben am Rücken. Bei 65 % werden die Zustände chronisch. Beeindruckende aktuelle Zahlen. Noch beeindruckender, wenn sie ins rechte Licht gerückt werden: 90 % aller Rückenbeschwerden beruhen auf einem Missverständnis. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=3&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">Die Ausfälle durch Beschwerden am Rücken kosten die Schweizer Wirtschaft über 4 Milliarden Franken. Im Jahr. 85 % aller erwachsenen Erwerbstätigen erkrankt mindestens einmal im Leben am Rücken. Bei 65 % werden die Zustände chronisch. Beeindruckende aktuelle Zahlen. Noch beeindruckender, wenn sie ins rechte Licht gerückt werden: 90 % aller Rückenbeschwerden beruhen auf einem Missverständnis. Sie entstehen, weil die Betroffenen die Gebrauchsanweisung für ihren Rücken nicht kennen.</p>
<p style="text-align:left;">Sichtweise 1: Jeder vierte Arbeitnehmer in der Schweiz leidet an Nacken- oder Rückenbeschwerden. Zu diesem Resultat kommen aktuelle Studien des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Die verminderte Produktivität und die häufigen Absenzen kosten die Wirtschaft 4 Milliarden Franken. Pro Jahr.</p>
<p style="text-align:left;">Jeder vierte. Das sind 670 000 Erwerbstätige. Die Menschen leiden, die Arbeit macht sie krank, die Wirtschaft verliert Geld. Das ist dramatisch! Die Arbeitgeber müssen die Arbeitsbedingungen verändern, verbessern.<span id="more-3"></span></p>
<p style="text-align:left;">Sichtweise 2: Jeder vierte Arbeitnehmer in der Schweizer Wirtschaft leidet. Der eine hat’s im Kreuz. Der andere im Nacken. Die eine leidet unter dem Beckenschiefstand. Die andere schlägt sich mit chronischen Spannungskopfschmerzen herum. Bandscheibenschäden, Ischias-Syndrom, Gelenkarthrose. Kann man nichts machen. So ist das Leben eben. Abnützung. Verschleiss. Deformation. Dafür ist man versichert, und im Notfall lässt man sich frühpensionieren.</p>
<p style="text-align:left;">Sichtweise 3: Ein Medizinforscher der Universität Zürich steht so krummbucklig vor dem Mikrofon des Schweizer Fernsehens, es schmerzt das Hinschauen. Er berichtet von einem Pilotprojekt, bei dem Menschen, die durch die Bewegung oder eben Nichtbewegung krank wurden, so schnell als möglich wieder an den Arbeitsplatz zurück kehren sollen und die gleiche Arbeit weiter machen. Das klingt gut. Vernünftig. Und, was lernen die Menschen? Die Reportage zeigt: Sie lernen nichts. Der Maurer mauert weiter mit gekipptem Becken. Der Schreiber steht immer noch gebeugt an der Werkbank. Sie verrichten die Arbeit auf die genau gleiche Art wie vor der akuten Erkrankung. Sie machen genau so weiter, wie sie krank wurden. Aber jetzt mit ärztlichem Segen.</p>
<p style="text-align:left;">Es ist von allem die Rede, nur nie von dem, auf das es ankommt: Auf die Qualität der Bewegung und der Haltung. Denn der Rücken ist perfekt, so, wie er ist. Er ist mit allem ausgestattet, was es für einen aufrechten Gang braucht. Er ist beweglich (Wirbel). Er ist gepuffert (Bandscheiben). Er ist geschützt (Bänder und Muskeln). Er hat Kraft (Muskeln). Ihm fehlt nur eines: die Gebrauchsanweisung für seinen Eigner.</p>
<p style="text-align:left;">Führt mich zu Sichtweise 4. Ihr Rücken ist gut. Die Art, wie Sie mit ihm umgehen ist es nicht. Kümmern Sie sich um die Gebrauchsanweisung. Denn von Ihrem Arzt und Apotheker können Sie keine Anleitung erwarten. Die leben von Ihrer Krankheit, nicht von Ihrer Gesundheit.</p>
<p style="text-align:left;">Ich nehme zur Untermauerung dieser Sichtweise einen Tag aus meiner Praxis. Ein Donnerstag Ende Oktober. Frau S. D., 49, wurde gerade als „austherapiert“ aus einer der grossen, angesehenen Zürcher Kliniken entlassen. Skoliose, mehrere Bandscheibenoperationen und andere Folgeschäden. Wir arbeiten zwei Stunden intensiv. Frau D. schreibt am nächsten Tag: „Ich konnte schnuppern, wie es sich anfühlt, schmerz- und angstfrei, aufrecht und leicht durchs Leben zu gehen. Die Fotos verdeutlichen dieses Vorher-Nachher wunderbar. Diese Momente sind mir Motivation, meinen Körper mit Ihrer Anleitung zu entdecken. Ich bin wahnsinnig gespannt, was sich tut.“</p>
<p style="text-align:left;">Die nächste Klientin, A. T., 70, ist selber Körpertherapeutin und leidet an Sehnensyndrom an einem Bein und an Arthrose der Halswirbelsäule. Sie ist nach zwei Stunden Körperarbeit frei von Beschwerden und schreibt am nächsten Tag: „Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich einen Tag ohne unangenehmes Ziehen in den Beinen verbracht. Und wann immer sich wieder etwas zu melden begann, machte ich die einfachen Übungen, die wir entwickelten. Am Abend hatte ich ausserdem nach den Übungen mit den Augen Muskelkater in der Muskulatur der Halswirbelsäule. Ich bleibe dran.“</p>
<p style="text-align:left;">Die dritte Klientin an diesem Tag war W. S., 21 und verzweifelt. Gross und sehr schlank lei-det sie an Schmerzen, die von Ärzten wahlweise als „Lordose, fixierte partielle Kyphose, Skoliose, Scheuermann’sche Krankheit“ diagnostiziert wurden. Es wird operative Versteifung empfohlen. Wir landen in der gemeinsamen Arbeit bald am Steissbein und am Zwerchfell, und es stellt sich heraus, dass W.S. im Alter von 9 Jahren bei einem Turmsprung unglücklich auf das Wasser prallte, sich wahrscheinlich das Steissbein brach und das Zwerchfell leicht anriss, „ich hatte Schmerzen beim Atmen, Lachen, Husten“. Niemand nahm den Sturz ernst. Das tapfere Mädchen wich den Schmerzen aus. Alles, was heute ist, sind Folgeschäden. Und sie können alle durch massgeschneidertes Training behoben werden. Schon beim allerersten Ausrichten, Aufrichten und Einmitten hatte W. schmerzfreie Zeitfenster. Da kann sie durch gezieltes Training hin. Für immer.</p>
<p style="text-align:left;">Sichtweise 5: Es ist Ihr Körper. Er ist der einzige, also beste, den Sie haben. Tragen Sie diesem Körper Sorge. Beschäftigen Sie sich mit seiner Gebrauchsanweisung. Lernen Sie seine Sprache. So beugen Sie Beschwerden am Bewegungsapparat, Abnützungen, Verschleiss vor. Lernen Sie, sich anatomisch gut und richtig zu bewegen. Bewegung ist die Natur des Menschen. Bewegung ist es, was der Körper braucht und will, um gesund und leistungsfähig zu bleiben bis ins hohe Alter. Muskeln und Knochen sind belastbar, auch für anstrengende körperliche Arbeiten.</p>
<p style="text-align:left;">Machen wir das alle, Sie und ich, so ersparen wir den Arbeitgebern und den Krankenkassen und uns selbst Milliarden. Wichtiger: Wir gewinnen die Autorität über unseren Körper zurück. Wir finden heraus, was uns gut tut, wie es uns gut tut, warum es uns gut tut. Ein Körper, der nicht schmerzt, bewegt sich gern. Bewegung macht den Körper froh. Also uns. Was hindert Sie daran?</p>
<p style="text-align:left;">Wahrscheinlich Sichtweise 6. Ich zähle mal auf, was ich als Glaubenssätzen fast täglich zu hören bekomme.<br />
„Die Schwerkraft macht das Leben schwer.“<br />
„Körper sind nicht für den aufrechten Gang gemacht.“<br />
„Der Mensch ist eine Fehlkonstruktion.“<br />
„Das Altern lässt sich nicht aufhalten. Und mit dem Alter kommen die Beschwerden.“<br />
Und so weiter.</p>
<p style="text-align:left;">Sichtweise 7 führt zur Selbstheilung. Der gute Umgang mit dem Rücken ist im wahrsten Sinne kinderleicht. Jedes gesunde Kind kennt ihn, kann ihn. Das wird als so selbstverständlich betrachtet, dass sich kaum jemand die Mühe nimmt, zu analysieren, was das gesunde Kind macht.</p>
<p style="text-align:left;">Der Rücken des Menschen ist ein Meisterwerk. Er ist allem gewachsen, was ihm zugemutet werden kann. Er ist gemacht für Bewegung. Je mehr, desto besser. Er ist gemacht für Herausforderungen, je mehr, desto besser. Einzige Bedingung: Er will anatomisch gut behandelt werden. Und wie das geht, das können Sie lernen.</p>
<p style="text-align:left;">Die Haltung verändert den Stoffwechsel des Körpers sofort<br />
Eine Untersuchungsreihe mit Infrarot-Thermographie zeigt den dramatischen Einfluss der Haltung auf den Körper. Zwischen den Aufnahmen liegen 10 Minuten und die Veränderung der Haltung. Links eingesunken, Rücken gestaucht. Rechts aufgespannt und rückengerecht. Die Farben zeigen die Wärme an. Blau ist wenig durchblutet, rot ist warm.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cantienica.wordpress.com/3/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cantienica.wordpress.com/3/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cantienica.wordpress.com/3/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cantienica.wordpress.com/3/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cantienica.wordpress.com/3/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cantienica.wordpress.com/3/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cantienica.wordpress.com/3/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cantienica.wordpress.com/3/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cantienica.wordpress.com/3/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cantienica.wordpress.com/3/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cantienica.wordpress.com/3/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cantienica.wordpress.com/3/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cantienica.wordpress.com/3/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cantienica.wordpress.com/3/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=3&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der 24-Stunden-Körper</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 00:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
				<category><![CDATA[BC persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsförderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Tage, da hagelt es im Studio scheinbar grundlos Absagen. Meine letzte Lektion um 18:30 h heute Abend ereilte dieses Schicksal. Plötzlich war die ausgebuchte Lektion mit Warteliste auf 5 Teilnehmerinnen geschrumpft. Zwei kamen auch noch zu spät. Es soll ja Menschen geben, die auf solches demotiviert reagieren. In mir regt sich sofort &#8222;Jetzt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=15&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Tage, da hagelt es im Studio scheinbar grundlos Absagen. Meine letzte Lektion um 18:30 h heute Abend ereilte dieses Schicksal. Plötzlich war die ausgebuchte Lektion mit Warteliste auf 5 Teilnehmerinnen geschrumpft. Zwei kamen auch noch zu spät. Es soll ja Menschen geben, die auf solches demotiviert reagieren. In mir regt sich sofort &#8222;Jetzt erst recht&#8220;. Ich kreierte aus dem Stegreif eine &#8222;Yin-Yang-Lektion&#8220;: ..</p>
<p>Eine Sequenz mit dem stärksten Theraband, eine Sequenz mit Ballon. Ungefähr alle 10 Minuten abwechselnd. Sanftes Atmen, Schwingen, Pulsieren. Beinharte Spannung mit dem Theraband. Zarte Rotationen mit Diagonalatmung. Turbodehnung mit Band für den Flachbauch. Es dauerte nicht lange, stöhnten die Frauen, &#8222;die Yin-Übungen sind ja viel anstrengender als die Yang-Sequenzen&#8220;.</p>
<p>&#8222;So ist das doch mit unserer Weiblichkeit, sieht leicht aus und ist ganz schön anstrengend.&#8220;<br />
Gelächter.<span id="more-15"></span></p>
<p>Ich ziehe hier an einem Kronenpunkt, entspanne dort eine Schulter, bringe da zwei Füsse in ein sauberes V, dehne Bauchmuskeln, entspanne Rückenpanzer, ziehe Becken weg von den Oberschenkeln, verlängere Beine, richte Brustkörbe aus, bringe Köpfe zum Schweben und denke manchmal: Das sieht so einfach und leicht aus und verlangt von den Teilnehmer/innen alles. Als ich mit dieser Körperarbeit anfing, hörte ich oft abschätzige Kommentare, &#8222;du mit deinem Turnen für Seniorinnen&#8220;, so in diese Richtung. Heute sind diese Vorurteile verstummt. &#8222;Soll ja gut sein, dein Haltungsturnen, aber anstrengend.&#8220; Stimmt. Anstrengend und lohnend. Wer dranbleibt, stoppt das Rad der Zeit.</p>
<p>Am Schluss der Lektion strahlten die Augen, es glühten die Gesichter, &#8222;wie ein Bad in Champagner&#8220;, war ein Kommentar in der Garderobe.<br />
&#8222;Du bist so fit&#8220;, sagte Susanne zu mir, &#8222;wie oft trainierst du eigentlich? Jeden Tag?&#8220;<br />
&#8222;Jeden Tag 24 Stunden.&#8220;<br />
&#8222;Nein, im Ernst. Wie wird man so beweglich und kraftvoll wie du?&#8220;<br />
&#8222;Im Ernst: 24 Stunden am Tag.&#8220;<br />
Gezieltes Training gibt&#8217;s am Mittwochabend in meiner Motionklasse, daneben mache ich einmal pro Woche 20 Minuten Kraft mit Theraband und Hanteln, einmal 20 Minuten Beweglichkeit, mit Pyramide und allen Arten von Spagat. Für Herz und Kreislauf laufen im Wald oder Rad fahren, im Moment leider zu wenig oft. Wenn die Zeit für gar nichts reicht, steige ich auf die Vibrationsplatte und leiste mir ein Intensivtraining mit Flexibars auf Platte. Köstlich.</p>
<p>Und dazwischen trainiere ich. Im Alltag. Bewusstsein, Bewusstheit, Achtsamkeit, Selbstwahrnehmung. Sitze aufrecht auf dem Bürostuhl, Beine und Arme ausgerichtet, alle Bewegungen dreidimensional. Versuche! immer aus dem Levator Ani vom Stuhl aufzustehen, versuche!! unentwegt entspannt-entspannt aufgespannt zu sein, versuche!!! immer in der Fliehkraft zu gehen, vom Boden weg, vom Boden weg. (Und höre mich zwischendurch plötzlich so hart auf der Ferse landen, dass es eine Art hat). Das meine ich mit 24-Stunden-Training. Inzwischen hat sich das Bewusstsein längst auf das Nachtleben ausgedehnt, mein Körper weckt mich, wenn ihm die Position nicht passt, in die ich ihn verdreht habe.</p>
<p>Wer fünfmal pro Woche trainiert und sich dann gleich wieder in Stöckelschuhe zwängt, die Beine überschlägt, die Schultern hochzieht, den Kopf vorreckt, das Becken verschiebt, die Knie durchdrückt, krumm sitzt und ohne Aufspannung geht, hat weniger Erfolg als jemand, der nur ein- oder zwei Stunden gezieltes CANTIENICA®-Training macht und das Gelernte, Trainierte bewusst und achtsam in den Alltag einbaut. Muskeln sind Arbeitstiere. Je mehr wir sie fordern, umso mehr tun sie für uns.</p>
<p>Ach, hätte ich das alles bloss früher entdeckt, 20 Jahre früher &#8230;</p>
<p>Ich kann den Stossseufzer auch umdrehen: Ach, ist das schön, dass ein Spätzünder wie mein Körper so kraftvoll und so beweglich sein kann. Die Natur ist wunderbar.</p>
<p>Darf ich aufzählen, was ich diesem bisschen Disziplin noch verdanke? Ich schlafe wie ein Murmeltier. Nie mehr kalte Hände oder kalte Füsse. Nie mehr Rückenschmerzen. Glückliche Füsse und lachende Schultern. Null Anzeichen von Beschwerden im Klimakterium. Null. Weniger Cellulite als mit 30, kaum Falten. Es geht mir so gut, dass ich mich fast schäme, wenn es mir mal nicht so gut geht &#8230; Doch, das kommt vor. Wann und warum erzähle ich Ihnen ein andermal. Jetzt lese ich den Newsletter, den meine Schwester Sandra Cantieni entworfen hat. Sie arbeitet seit April mit mir, und das ist wunderschön, jemand, der ähnlich tickt, alles immer sofort versteht und trotzdem so anders ist, in den Talenten, in der Art, die Dinge anzupacken. Welch ein Glück.</p>
<p>In diesem Sinne: Lassen Sie es sich gut gehen. Schönen Abend, süsse Träume, Ihre BC</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cantienica.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cantienica.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cantienica.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cantienica.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cantienica.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cantienica.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cantienica.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cantienica.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cantienica.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cantienica.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cantienica.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cantienica.wordpress.com/15/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cantienica.wordpress.com/15/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cantienica.wordpress.com/15/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=15&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Mein&#8220; heiss geliebtes Faceforming</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 00:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
				<category><![CDATA[BC persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute freier Tag. Erschöpft von der intensiven Faceforming-Ausbildung, und doch schaut das Spiegelbild entspannt und ziemlich frisch zurück. Ich profitiere von meinen Ausbildungen auch immer selber. Denn es ist einer meiner Grundsätze und ja, inzwischen auch Überzeugungen: Je mehr ich in meinem Körper gut bin, aufgespannt, entspannt, leicht und ausgerichtet, um so leichter kann ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=19&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute freier Tag. Erschöpft von der intensiven Faceforming-Ausbildung, und doch schaut das Spiegelbild entspannt und ziemlich frisch zurück. Ich profitiere von meinen Ausbildungen auch immer selber. Denn es ist einer meiner Grundsätze und ja, inzwischen auch Überzeugungen: Je mehr ich in meinem Körper gut bin, aufgespannt, entspannt, leicht und ausgerichtet, um so leichter kann ich meine Körperarbeit weiter geben. Ganz viel geschieht via Übertragung.</p>
<p>Sie nicken jetzt, ja, klar, ist doch selbstverständlich. In der Theorie schon, in der Praxis ist es ein richtig anspruchsvoller Prozess. &#8222;Nur wenn es mir selber gut geht, kann ich gut anleiten&#8220;. Für Menschen in therapeutischen, helfenden Berufen ist das eine grosse Herausforderung. Sie haben gelernt, sich selber zu vergessen, für den, für die andere und anderen da zu sein. Sich hinten anzustellen, sich selber nicht wichtig zu nehmen. Mit den Jahren hat die Hebamme chronische Schulterbeschwerden, der Physiotherapeut hat einen Bandscheibenschaden, die Masseurin leidet immer wieder an Hexenschuss, der Osteopath hat selber dauernd Hüftschmerzen.</p>
<p><span id="more-19"></span>Es nahmen an dieser Ausbildung teil: eine Physiotherapeutin, eine ehemalige Sportlehrerin, eine aktive Sportlehrerin, eine Yogalehrerin, eine Hebamme. Und alle arbeiten sie seit Jaaaahren an der eigenen Aufspannung/Entspannung, an der eigenen Leichtigkeit. Sie kommt, sie geht, sie wächst – die Leichtigkeit. Und kaum ist sie da und gefunden, ist sie auch schon wieder weg, versteckt sich irgendwo. Es fasziniert mich, wie schwer &#8222;wir Menschen&#8220; uns mit der Leichtigkeit tun. (Das Wir brauche ich nur aus Solidarität. Ich habe sie, die Leichtigkeit, und ich werde sie nie nie nie mehr hergeben.)</p>
<p>Da arbeitet dann L. mit G. L. steht, G. sitzt. G. hat die Augen geschlossen, gibt ihr Feedback zu den Berührungen von L.<br />
&#8222;Die linke Hand sitzt tiefer.&#8220;<br />
&#8222;Das ist zu fest, weniger Druck bitte.&#8220;<br />
&#8222;Nicht wirklich angenehm.&#8220;</p>
<p>Ich schleiche zu L., richte mit zartester Berührung (ich kann auch zupacken) die Wirbelsäule auf.<br />
G. sieht nichts davon.<br />
&#8222;Aaaah,&#8220;, sagt sie, &#8222;jetzt ist es perfekt. Was hast du gemacht? Du hast etwas verändert. Hast du dich aufgerichtet?&#8220;<br />
&#8222;Ja,&#8220; sagt L., &#8222;Benita war an meinem Rücken&#8220;.</p>
<p>Gerade bei der Feinarbeit am Kopf ist der Unterschied so gut zu spüren. Arbeite ich mechanisch, Finger isoliert an den richtigen Stellen, oder arbeite ich aus meiner eigenen Aufspannung, mit meinem eigenen Atem, mit meinem Pulsieren aus der Tiefenmuskulatur.<br />
Welch ein Unterschied.</p>
<p>Und alle nehmen sich vor, ab sofort viel mehr auf sich selbst zu achten, die eigene Haltung als fein gestimmtes Instrument für die Übertragung von Körper zu Körper über die ultrazart berührenden Hände einzusetzen. Früher oder später, meistens später, lernen es alle, die an und in der Methode bleiben und weiter machen: Je sorgfältiger ich mit mir selbst umgehe, je mehr ich in der Selbstwahrnehmung bin, um so leichter und schneller kommt mein Klient, meine Klientin auch dahin.</p>
<p>Eine wunderbare Sache.</p>
<p>Auch wunderbar: Wenn bei G. durch diese Feinstarbeit die biochemischen Rückstände eines körperlichen Traumas aus der Kindheit regelrecht aufbrechen. Ein kleiner Abwehrversuch, und dann kommen auch schon die Worte, sie kann schildern, was ihr da mit 3 Jahren widerfahren ist, es sprudelt aus ihr heraus. Tränen, Übelkeit. Weitermachen. Die Ent-Spannung geht durch den ganzen Körper, G. wirkt weich, ihre Gesichtszüge entspannen sich, ihre Augen strahlen, die Schönheit macht mich staunen. In solchen Momenten liebe ich meine Arbeit. Es kommt mir vor, als warteten die Muskeln nur darauf, die Erinnerungen los zu lassen. Das Entsetzen, die Wut, der Schreck, die Abwehr, die Verletzungen sind auch in den Muskeln, Bändern, Faszien und im Bindegewebe gespeichert, und wenn das Bewusstsein wahrnehmend, liebevoll und wertschätzend dahin reist, kann es die schmerzvolle, belastende Erinnerung auslösen, verabschieden. Nicht immer. Doch erstaunlich oft. A. bestätigt genau das mit ihrer schönen Mail, die sie mir gestern schrieb. Auszug: “Mir geht es super, ich spüre keine Anstrengung von dem tollen Kurs und bin total beschwingt mit ganz viel Kraft und Elan. Ganz bei mir und ich spüre deutlich die ganzen anderen Energien von anderen die ich nicht aufnehmen soll. Vielen Dank für die 3 Tage Genesung und Regeneration bei dir. Deine Methode verschafft nicht nur mir ein ganz besonderes Lebensgefühl und Lebenskraft. Und als eingefleischte Homöopathin hätte ich nie mir träumen lassen, dass man mit einer Körperarbeit soviel im Geist heilen kann.&#8220; Eine Arbeit, bei der, an der beide heilen können, der Anwender/die Anwenderin und der Nutzer, die Nutzerin. Schön.</p>
<p>So, heute war gestern, jetzt ist schon Dienstag, Bürotag. Lassen Sie es sich gut gehen.<br />
Herzlich BC</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cantienica.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cantienica.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cantienica.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cantienica.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cantienica.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cantienica.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cantienica.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cantienica.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cantienica.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cantienica.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cantienica.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cantienica.wordpress.com/19/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cantienica.wordpress.com/19/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cantienica.wordpress.com/19/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=19&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Interview mit mir selbst</title>
		<link>http://cantienica.wordpress.com/2009/06/05/interview-mit-mir-selbst/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 00:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
				<category><![CDATA[BC persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Rücken]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe FAZ Lieber Spiegel Liebe BILD-Zeitung Lieber Stern Liebe ZEIT Liebe Sonntagszeitung Liebe Weltwoche Liebe NZZ Ich warte schon so lange vergeblich auf einen Anruf Ihrer besten Interviewerin, Ihres besten Interviewers (kurz BI), dass ich mich nun hier selber interviewe. So kann ich mir auch die interessanten, relevanten, arroganten, amüsanten Fragen stellen, die ich gerne [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=44&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe FAZ<br />
Lieber Spiegel<br />
Liebe BILD-Zeitung<br />
Lieber Stern<br />
Liebe ZEIT<br />
Liebe Sonntagszeitung<br />
Liebe Weltwoche<br />
Liebe NZZ</p>
<p>Ich warte schon so lange vergeblich auf einen Anruf Ihrer besten Interviewerin, Ihres besten Interviewers (kurz BI), dass ich mich nun hier selber interviewe. So kann ich mir auch die interessanten, relevanten, arroganten, amüsanten Fragen stellen, die ich gerne beantworten möchten. Falls Sie doch noch auf den Geschmack kommen: Sandra Cantieni, meine PR-Beauftragte, vermittelt Ihnen sehr gerne einen Termin mit mir, cantieni@mac.com.</p>
<p>Bester Interviewer, beste Interviewerin (BI): Was ist das eigentlich, was Sie da machen?</p>
<p>Benita Cantieni (BC): Ich entwickle eine logische Anatomie für Laien. Erfinde eine neue Sprache für das, was Mediziner und Anatomen lateinisch entfremdeten. Benenne die Knochen und Muskeln nach ihrer Funktion und so, dass jedes Kind versteht, was und wie es gemeint ist.</p>
<p>BI: Geht es etwas konkreter?</p>
<p>BC. Ich mache Vorschläge an den Eigner des Körpers. Stell dich mal so hin, richte dich auf, beweg den Arm so, zieh den Bauchnabel dahin, die Zunge dorthin und sage, was du spürst.<span id="more-44"></span></p>
<p>BI: Klingt sehr simpel.</p>
<p>BC: Ist es auch. Und auch nicht. Die meisten Menschen sind sehr weit weg von der Selbstwahrnehmung, vom Spüren, vom Fühlen. Erst, wenn der Körper Signale in Form von Schmerzen aussendet, wird er wahrgenommen.</p>
<p>BI: Liegt das nicht in der Natur des Menschen?</p>
<p>BC: Körperliches Wohlbefinden, körperliche Leichtigkeit, körperliches Gutfühlen – das ist die Natur des Menschen. Jeder Schmerz ist ein Zeichen, dass ich von diesem Weg der kreatürlichen Leichtigkeit abgekommen bin. Ein Erstschmerz ist ein Alarm, ein Signal des Körpers, &#8222;mach das nicht, das ist nicht gut für mich&#8220;. Reagiere ich darauf in der angemessenen Art, verschwindet der Schmerz sofort wieder. Mache ich weiter, so nimmt der Schmerz zu, verschwindet vielleicht kurz, kommt wieder, wird chronisch.</p>
<p>BI: Beispiele?</p>
<p>BC: Rückenschmerzen. Ich kippe mein Becken, weil ich das für die &#8222;richtige&#8220; Haltung halte. Wahrscheinlich habe ich das bei meinen Eltern so gesehen. In der Schule wurde es mir so gezeigt und in der Physioterapie wurde ich dafür gelobt. Ich kippe also fröhlich mein Becken, spüre dieses Kippen schon gar nicht mehr. Die kleinen, wichtigen Übergangsgelenke von Kreuzbein zu unterstem Lendenwirbel reiben tagein, tagaus aneinander. Irgendwann ist die Gelenkfläche beschädigt. Alarm. Schmerz. Ich weiche dem Schmerz aus, kippe noch ein bisschen mehr, verschiebe das Becken ein wenig nach rechts, der Schmerz ist weg. Ich niste mich in dieser Kompensation ein, das Ausweichen wird Gewohnheit. Der Schmerz meldet sich nach ein paar Wochen an einem neuen Ort: im rechten Hüftgelenk.</p>
<p>Anderes Beispiel. Der linke Fuss schmerzt beim Gehen. Vorne, am Quergewölbe. Ich versuche, möglichst nicht auf diese Stelle zu treten. Das geht ganz gut, wenn ich mein Gewicht mehr nach rechts verlagere und das linke Knie leicht x-beinig zum rechten Bein ziehe. Ein paar Wochen geht das gut, dann schmerzt das linke Knie an der Aussenseite, und rechts im Kreuz habe ich Schmerzen.</p>
<p>Anderes Beispiel: Die rechte Schulter tut weh &#8230;</p>
<p>BI: Es reicht, es reicht, ich weiss, was Sie meinen. Also, meine rechte Schulter tut tatsächlich weh. Was muss ich tun?</p>
<p>BC: Mir fällt auf, dass Sie den rechten Ellenbogen auf dem Tisch abstützen, Hand unter dem Kinn, die rechte Schulter ist hochgezogen bis zum rechten Ohr &#8230;</p>
<p>BI: Gewohnheit &#8230;</p>
<p>BC: Eben. Sie schieben durch diese Haltung den Kopf des Oberarmes in das Schulterdach. Es reibt sich Knorpel an Knorpel. Wahrscheinlich wird auch ein Nerv eingeklemmt. Früher oder später ist der Knorpel durch. Knochen scheuert an Knochen. Der Arzt wird Arthrose feststellen und Medikamente verschreiben. Und in drei Jahren setzt er Ihnen ein künstliches Schultergelenk ein. Die Operation wird erfolgreich sein. Sechs Monate später kriegen Sie wieder Schmerzen. Schlimmer denn je. Sie können die Schulter nicht mehr bewegen und halten nur noch still. Morbus Sudek diagnostiziert der Doc diesmal, Muskelgewebe stirbt ab, kann man nichts machen &#8230;</p>
<p>BI: Halt. Ein Szenario des Schreckens! Klingt ja furchtbar! Sie malen den Teufel an die Wand.</p>
<p>BC: Ich kenne viele solcher Wandteufel sehr konkret.</p>
<p>BI: Okay, was soll ich Ihrer Meinung nach tun?</p>
<p>BC: Richten Sie sich auf den Sitzbeinhöckern auf, möglichst weit vorne am Stuhlrand, ja, so ist es gut. Legen Sie nur die Hände auf den Tisch, die Ellenbogen fliessen nach unten, schwer, wie mit flüssigem Gold gefüllt. Rechts noch mehr loslassen, noch mehr loslassen. Nun drehen Sie die Muskeln der Oberarme aus, nur die Muskeln, nicht die Knochen, ja, prima, wie fühlt sich das an?</p>
<p>BI: Die Schulter schmerzt nicht mehr. Der Brustkorb fühlt sich breiter und offener an, erstaunlich.</p>
<p>BC: Nun noch die Füsse und Knie parallel ausrichten, Füsse bilden ein leichtes V, perfekt.</p>
<p>BI: Aber &#8230; das kann doch gar nicht sein &#8230; ein bisschen Ellenbogen mit Gold füllen und ein bisschen entspannen und fertig ist die &#8222;Heilung&#8220;?</p>
<p>BC: Dazu noch die Wirbelsäule aufspannen, Becken und Brustkorb ausrichten, Kopf hoch &#8230;</p>
<p>BI: Hypnose. Die hält, so lange ich vor Ihnen sitze. Fauler Zauber.</p>
<p>BC: Diese Haltung können Sie jederzeit und überall herstellen.</p>
<p>BI: Und wenn der Schmerz wiederkommt?</p>
<p>BC: Einfach wieder aufspannen, Oberarmkopf aus dem Schulterdach lösen, Oberarmmuskeln ausdrehen. Wieder und wieder und wieder.</p>
<p>BI: Keine Hexerei also. Was ist jetzt daran so besonders?</p>
<p>BC: Dass ich Ihnen einfach und verständlich sagen kann, was Sie machen müssen, um den Arm so zu bewegen, dass er gerne und schmerzfrei mitmacht.</p>
<p>BI: Was ist der Unterschied zur Physiotherapie?</p>
<p>BC: Kommt auf den Physiotherapeuten an. Meine Methode wird ja vor allem von Physiotherapeuten erlernt und weiter gegeben. Frage ich, wieso sie sich auf meine &#8222;Aussenseitermethode&#8220; einlassen, erhalte ich die Antwort: Weil sie wirkt. Viele Physiotherapeuten haben selber grösste Schulterprobleme, weil sie die Oberarmkugeln in den obersten Rippen verkeilen, weil sie das Brustbein am Körper absenken, weil sie gelernt haben, das Becken sei leicht zu kippen &#8230;</p>
<p>BI: &#8230; nur Sie haben das wahre Körperwissen gepachtet!</p>
<p>BC: Ich vertrete ein konsequent vertikales Körperweltbild. Die herrschende Schuldmeinung basiert auf horizontalen Körperachsen.</p>
<p>BI: Das müssen Sie mir erklären.</p>
<p>BC: Mit dem grössten Vergnügen. Schmerzen meine Füsse, gehe ich zum Orthopäden, er schaut die Füsse an. Schmerzen die Hüftgelenke, so beschäftigt er sich mit den Hüftgelenken. Rückenschmerzen? Spurensuche am Rücken. Meine Methode konzentriert sich auf die Vertikale, schaut immer das Ganze an: Was passiert mit dem Fuss – dem Knie, dem Hüftgelenk, dem Rücken –, wenn ich mich aufspanne, wenn ich Knochen und Gelenke so ordne und ausrichte, dass keiner den anderen berührt, behindert, beschädigt? Gelingt diese Aufspannung, so verschwinden Defizite, Schmerzen an Knorpel, Knochen, Muskeln, Sehnen, Bändern, Faszien, Ligamenten fast augenblicklich.</p>
<p>BI: Bleiben die Schmerzen auch weg?</p>
<p>BC: So lange diese neue, gute, dem eigentlichen Bauplan des Körpers entsprechende Ordnung, sprich Haltung, beibehalten wird: ja.</p>
<p>BI: Verliere ich diese Haltung wieder, ist alles beim alten?</p>
<p>BC: Solange das Achsenskelett nicht nachhaltig geschädigt oder beschädigt ist, können Sie die Guthaltung jederzeit und überall wieder herstellen. Die Schmerzen &#8222;verschwinden&#8220; wieder. Sie müssen die Schmerzen nur verstehen, als Alarmsystem, dann sind sie eine fabelhafte Sache.</p>
<p>BI: Wenn es so einfach ist, weshalb haben 65 % der über 50-jährigen Menschen mehr oder weniger chronische Rückenschmerzen? Tendenz steigend mit zunehmendem Alter? Um nur ein Beispiel anzuführen. Männer haben massenhaft Kniebeschwerden, Fussdeformationen; Frauen leiden unter Schulterbeschwerden und Kopfschmerzen.</p>
<p>BC: Das kommt davon, dass wir in unserem Kulturkreis überzeugt sind, die Schwerkraft drücke uns nieder, mache uns klein, lasse uns im Alter schrumpfen. Weil alle daran glauben, tun wir es auch. Und schwupps, übernimmt die böse, böse Schwerkraft die Rolle und macht uns klein. Also haben wir den Beweis: Das Alter macht uns klein und krank.</p>
<p>BI: Lückenlose Beweiskette. Was ist daran falsch? Ich bin schon 2 Zentimeter eingegangen, Sie bestimmt auch.</p>
<p>BC: Nein, ich bin seit meinem 45. Lebensjahr über 4 Zentimeter gewachsen.</p>
<p>BI: Das kann nicht sein!</p>
<p>BC: Doch, das ist so. Alle wachsen, wenn sie sich wieder vollkommen aufrichten. Ich litt unter einer Skoliose, deshalb konnte ich soviel an Länge zulegen. Zurück zur Schwerkraft: Sie trägt uns. Sie ist unser Nährmedium. Unsere Knochen und Muskeln verdanken wir der Schwerkraft. Dem Widerstand, den sie uns bietet. Der macht uns stark. Der ermöglicht uns den aufrechten Gang. Jedes Kind wächst in die Schwerkraft, richtet sich in die Schwerkraft auf. Und kaum ist es ausgewachsen, zur vollen Grösse entfaltet, soll sich das gleiche Prinzip umdrehen, gegen uns kehren? Aufwachsen in die Schwerkraft, mit spätestens 25 ist Schluss, ab da ist sie unsere Feindin und drückt uns nieder? Wie unlogisch! Wie unsinnig!</p>
<p>BI: Das klingt irgendwie schlüssig &#8230; da könnte etwas daran sein &#8230;</p>
<p>BC: Die Schwerkraft lebt im Kopf. Ohne Fleiss kein Preis. Erfolg dem Tüchtigen. Wer sich anstrengt, wird belohnt. Das sind die Werte, an die unsere Kultur glaubt. Wir sprechen in unserer Arbeit von Leichtkraft, Fliehkraft, und schon fühlen sich die Menschen leichter. Und erschrecken meistens. So stark wie die Sehnsucht nach Leichtigkeit, so stark ist auch die Angst vor ihr.</p>
<p>BI: Ihre Beschreibungen für Übungen klingen teilweise schon exotisch. Im Schulsport hiess es &#8222;Gesäss anspannen und Rücken in den Boden drücken&#8220;. Ganz einfach &#8230;</p>
<p>BC (unterbricht): Deshalb haben die meisten Menschen mit 35 schon mehr oder weniger häufig Rückenschmerzen &#8230;</p>
<p>BI (unterbricht auch): Bei Ihnen muss ich erst Sitzbeinhöcker orten, Füsse ausrichten, das Becken ausrichten, die Beckenhälften rotieren lassen. Die Zunge macht Männchen, hinter dem Bauchnabel wohnt ein Schmetterling. Füsse werden diagonal und dreidimensional beatmet, das Zwerchfell wird zum Fallschirm, im Brustkorb tummeln sich Sonnenblumen. Wer hält das aus?</p>
<p>BC (lacht): Hausaufgaben gemacht, Respekt. Zur bildreichen Sprache habe ich zwei Anmerkungen zu machen. Erstens denken wir Menschen am besten und liebsten in Bildern. Weil Bilder Emotionen auslösen. Und diese Emotionen gehen tiefer als einfach nur mechanische Anleitungen wie &#8222;Schulter entspannen&#8220;, &#8222;Bauchdecke loslassen&#8220;. Über die Emotionen kann die Haltung erinnerbar werden, ich erinnere mich, wie die Sonnenblumen hinter meinen Rippen aufgingen und ihre Köpfe Richtung Sonne reckten, und schon richte ich mich auf, gehe in diese positiv erinnerte Haltung. Das ist übrigens das Thema des Buches EMBODIMENT, das ich mit namhaften deutschen Wissenschaftlern zusammen schreiben durfte.</p>
<p>Zweitens bin ich der Ansicht, dass just diese Umsetzung spröder Anatomie in lebhafte Bildersprache mein Kunststück ist. Hin und wieder berichten mir Yoga-Instruktoren, Tai Chi-Fachleute und Qi Gong-Lehrer, sie hätten ihren Meistern von meiner Arbeit erzählt, und die Meister fragten dann nach, woher ich dieses denn wisse, es handle sich da um Geheimwissen, um mündlich Überliefertes. Das leuchtet mir ein. Ich finde in Buddha-Statuen die vollkommene Aufspannung. Shaolin-Mönche verkörpern die entspannte Aufspannung, die ich meine. In China betrachtete ich Menschen beim Qi Gong-Training und war zu Tränen gerührt.</p>
<p>Eva M. Neumann, Philosophin und seit kurzem CANTIENICA®-Instruktorin in Aachen, machte mich darauf aufmerksam, dass die ganz grossen und frühen Meister dieser Körperkünste Analphabeten gewesen sein müssen, ihre Arbeit also nur mündlich überliefern konnten &#8230;</p>
<p>BI (unterbricht): &#8230; interessant &#8230;</p>
<p>BC (unterbricht): Das hatte für den Meister auch einen Riesenvorteil. Eva berichtet, wie Schüler damals ihren Meistern dienten, für sie kochten, putzten, ihnen den Alltag organisierten. Das fände ich reizvoll, und ich überlege mir ernsthaft, mich zur Analphabetin zu entwickeln. Von mir fordern alle Schüler; noch mehr Bücher, noch dickere Handbücher, noch mehr Beschreibungen. Ich bin sozusagen zur Sklavin meines Talents geworden.</p>
<p>BI (lacht): Das kann ich verstehen, der Alltag ist zuweilen sehr profan. Was ist schön an Ihrer Arbeit?</p>
<p>BC: Neues denken. Altes neu denken. Jenseits von allen Annahmen an die Sache herangehen. Standpunkte aufgeben. Offen werden, offen sein für die Intuition, für spontane Einfälle. Ich arbeite gern mit Menschen. Es ist schön, spielerisch und leicht ein Weltbild mit Schmerzen auseinander zu nehmen und neu zusammen zu setzen in ein Weltbild ohne Schmerzen. Ich bilde gerne Schülerinnen aus oder weiter. Allerdings werde ich mit den Jahren immer ungeduldiger.</p>
<p>BI: Ach, die Ungeduld. Diese gesellschaftlich sanktionierte Pseudoschwäche!</p>
<p>BC: Wie meinen?</p>
<p>BI: In jedem Fragebogen für Persönlichkeiten kommt unter &#8222;eigene Schwächen&#8220; die Ungeduld.</p>
<p>BC: Bei mir nicht, bei mir steht sie unter &#8222;meine Stärken&#8220;. Ohne meine innig gelebte Ungeduld hätte ich nicht geschafft, was ich geschaffen habe. Und ich liebe es, wenn sich Menschen mit Ungeduld an den Umbau ihres Körpers machen. Die Geduldigen sind schnell mal mit einem kleinen Erfölglein zufrieden, &#8222;jetzt fühle ich mich doch schon viel leichter&#8220;. Die Ungeduldigen wollen alles und am liebsten sofort. Das spornt an.</p>
<p>BI: Wie lange dauert es denn, bis ich erste Resultate sehe, spüre?</p>
<p>BC: Wenn ich mit Ihnen arbeite, spüren Sie sofort Muskeln, von denen Sie gar nicht wussten, dass sie da sind. Innerhalb von zwei Stunden kann ich Sie als Sherpa auf einer Reise begleiten, die spürbar, sichtbar Unterschiede schafft: Sie wachsen, die Schmerzen verschwinden, die Figur verändert sich. Was mich fasziniert, ist die Tatsache, dass diese Reise so lange dauert, wie ich will. Ich arbeite nun seit 15 Jahren intensiv mit meinem Körper. Und es ist, als hätte ich den Dreh mit dem Rad der Zeit raus: Mein Körper wird immer beweglicher, immer leichter, immer schöner geformt. Leider machen Haut und Gewebe die Verjüngung der Knochen und Muskeln nur bedingt mit, und so erschrecke ich manchmal vor dem Spiegelbild, was, das soll ich sein! Ich fühle mich doch 30 Jahre jünger, als ich aussehe. Der Schreck ist schnell vorbei, denn ich fühle mich besser, jünger, kräftiger als mit 25.</p>
<p>BI: Was raten Sie mir denn nun zum Einsteigen in Ihre Methode?</p>
<p>BC: Das Buch CATPOWER enthält meine persönliche Geschichte, die Geschichte meiner Arbeit und die Prinzipien meiner logischen Anatomie. Das ist ein guter Einstieg. Wollen Sie den Umbau, besser gesagt: den Rückbau Ihres Körpers möglichst schnell und sicher, so suchen Sie sich eine CANTIENICA®-Fachfrau oder einen -Fachmann und lassen sich anleiten. Denn auch die Art, wie meine Methode angeleitet wird, ist aussergewöhnlich.</p>
<p>BI: Sie sagen mir, ob ich es richtig mache oder falsch, korrigieren mich &#8230;</p>
<p>BC: Eben nicht. Jeder von uns ist eimalig von Natur aus. Die individuelle Geschichte macht uns noch einmaliger. Wir respektieren diese Einmaligkeit, wir machen Angebote, die Sie annehmen können oder verwerfen, und nur wenn es für Sie stimmt, wenn es sich gut anfühlt, wenn es sich leicht herstellen lässt, dann stimmt es für Sie. Denn Sie sind die einzige Autorität für sich selbst.</p>
<p>BI: Klingt ja gut und recht, aber andererseits behaupten Sie, Ihre logische Anatomie sei unteilbar, ihr hätten sich alle Körper zu unterwerfen.</p>
<p>BC: Das lässt sich eben so bewerkstelligen, dass Sie Ihre perfekte Körperhaltung finden, herstellen, und diese perfekte Körperhaltung als gut und richtig für sich selbst identifizieren. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Die Konkurrenz schläft nicht. Wer dieses wertschätzende, sanfte Coaching erleben will, muss in ein CANTIENICA®-Studio.</p>
<p>BI: Ihre Bücher lassen mich erahnen, was Sie meinen. Die sind motivierend und mitreissend geschrieben, und das macht wahrscheinlich ihren Erfolg aus.</p>
<p>BC: Und die Übungen wirken.</p>
<p>BI: Sie werden zuweilen auch angefeindet.</p>
<p>BC: Kopiert werde ich häufiger. Mein Bestseller TIGER FEELING hat ungefähr 65 Nachahmer inspiriert.</p>
<p>BI: Das ist mir auch aufgefallen. Jeder Ratgeber-Verlag hat ein paar Beckenbodenbücher im Sortiment. Anfeindungen &#8211; wie gehen Sie damit um?</p>
<p>BC: Soviele Anfeindungen sind das gar nicht. Ganz am Anfang wurde ich einmal in Berlin an einem Kongress von Physiotherapeutinnen &#8211; es waren nur Frauen &#8211; ausgebuht. Es war ein organisiertes Buhkonzert, noch bevor ich meinen Vortrag begonnen hatte. Sie riefen, das sei alles nicht neu, was ich erzähle, das wüssten sie alles schon, ausserdem seien meine Theorien abstrus und gefährlich, es sei mir das Handwerk zu legen. Ich schaute die Frauen an, sie hatten allesamt ganz schreckliche Körperhaltungen, gedrungen und kurz, mit verschobenen Becken und dicken Hälsen, mit verkrampften Schultern und verdrehten Füssen. Nein, diese Frauen hatten nicht das gleiche Körperbild wie ich. Ich ging erhobenen Hauptes von der Bühne, zwang mich fortan zu mehr Diplomatie und legte mir eine dicke Haut zu, denn wer austeilt, muss auch einstecken können. Mittlerweile ist die CANTIENICA®-Methode im deutschsprachigen Raum so gut etabliert, dass auf jeden Kritiker zehn Fans kommen. Damit kann ich gut leben.</p>
<p>BI: Leben Sie Ihren Lebenstraum?</p>
<p>BC: In meiner Kindheit fragte mich niemand nach meinen Träumen. Ich weiss nicht, was ich mir erträumte. In diese Arbeit schlitterte ich irgendwie hinein, durch meine eigene Geschichte. Ich habe die zuweilen unangenehme Eigenschaft, zum Erfolg bringen zu wollen, was sich anpacke. Dieser Erfolg verlangte mir sehr, sehr viel ab. Ich habe mein ganzes Vermögen in die Firma gesteckt, ich habe mehr gearbeitet, als der Gesundheit zuträglich war, ich habe mein Privatleben daran gegeben. Träume, so ich sie denn hätte, sähen anders aus.</p>
<p>BI: Wie denn?</p>
<p>BC: Wenig arbeiten, viel verdienen. Forschen. Durch die Welt reisen. In Hawaii in einem Strandhaus drei Stunden täglich schreiben. Den Rest des Tages schwimmen, surfen, schnorcheln, segeln.</p>
<p>BI: Was nicht ist, kann ja noch werden.</p>
<p>BC: Ihr Wort in Gottes Ohren. Ich danke Ihnen für das Gespräch &#8230;</p>
<p>BI (unterbricht): &#8230; das ist doch eigentlich mein Satz!</p>
<p>BC: &#8230; ich habe Sie zu diesem Interview gezwungen.</p>
<p>BI: Es war mir ein Vergnügen.</p>
<p>BC: Unterbrechen Sie mich doch nicht dauernd! Ich lade jetzt die Forumbesucher und Forumbesucherinnen ein, dieses Interview fortzuschreiben, mir ihre Fragen zu stellen. Hier.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cantienica.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cantienica.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cantienica.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cantienica.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cantienica.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cantienica.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cantienica.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cantienica.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cantienica.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cantienica.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cantienica.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cantienica.wordpress.com/44/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cantienica.wordpress.com/44/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cantienica.wordpress.com/44/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=44&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Also, ich geh hin!</title>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2009 00:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leute. Ich mockiere mich ja oft über die &#8222;Schulmedizin&#8220;. Ein paar Sachen macht sie richtig gut. Zum Beispiel die Vorsorgeuntersuchungen. Also, bitte, geht hin. Eine Bekannte ging nur alle 5 Jahre zur gynäkologischen Kontrolle. Nun hat sie einen richtig grossen Tumor auf der Brust. Eine andere Bekannte hatte sich der Schlankheit und den Abführmitteln [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=33&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leute. Ich mockiere mich ja oft über die &#8222;Schulmedizin&#8220;. Ein paar Sachen macht sie richtig gut. Zum Beispiel die Vorsorgeuntersuchungen. Also, bitte, geht hin.</p>
<p>Eine Bekannte ging nur alle 5 Jahre zur gynäkologischen Kontrolle. Nun hat sie einen richtig grossen Tumor auf der Brust. Eine andere Bekannte hatte sich der Schlankheit und den Abführmitteln verschrieben. Zur Voruntersuchung ging sie nie. Als sie endlich ging, waren die Polypen so ausgebreitet, dass ihr bis auf ein kleines Reststück der ganze Darm entfernt werden musste. Eine Klientin berichtet gerade eine ähnliche Geschichte.<span id="more-33"></span></p>
<p>Ein Freund hatte seit Jahren diffuse Unterbauchbeschwerden. Als er endlich zum Arzt ging &#8230; Sie brauchen nicht noch mehr Beispiele, Sie wissen, worauf ich hinaus will: Voruntersuchungen sind nützlich und klug. Und vielleicht geht es Ihnen ja wie mir: Seit meinem 26. Lebensjahr gehe ich regelmässig zur Darmspiegelung. Damals wurden die ersten Polypen entfernt, ich bin &#8222;erblich belastet&#8220;. Anfangs waren die Abstände zwischen den Untersuchungen sehr kurz, ein paar Monate, dann wurden sie länger, und jetzt, bei der jüngsten Spiegelung, war kein Polyp vorhanden, &#8222;kommen Sie in 10 Jahren wieder&#8220;, sagte der Arzt und freute sich mit mir. Von der Idee, ich hätte nun wohl meine ideale Ernährung gefunden, hält er allerdings wenig, es sei wissenschaftlich kein Zusammenhang zwischen richtiger Ernährung und gesundem Darm erwiesen. Wahrscheinlich ist das ein Fortschritt, dieses Zugeben, nichts zu wissen. Denn vor 30 Jahren war die Meinung ziemlich einhellig: Möglichst viel Ballaststoffe. Mein kluger Darm belehrte mich laut und deutlich: Weg mit dem vielen Faserzeug. Und so fanden wir, mein Darm und ich, über die Jahre zu der Ernährung, die uns gut tut &#8230;.<br />
Zurück zum Thema: Falls Sie die Mammographie eine moderne Foltermethode finden, wie ich, so gibt es in Deutschland die Möglichkeit der Früherkennung oder eben Gesunderkennung durch Regulationsthermographie, siehe thermomed.org oder hsauer.de</p>
<p>Ab an die Tagesarbeit &#8230; Am Mittwochabend und am Donnerstagabend unterrichte ich in meinem Zürcher Studio und kann es bis Mittag langsam angehen. Ich hab&#8217;s nicht mehr so mit den 14-Stunden-Tagen, 10 Stunden Arbeit müssen reichen &#8230; ;) Und nein, Sie können nicht einfach reinsitzen in meine Klassen, ich leiste mir den Luxus, mit Fortgeschrittenen zu arbeiten. (Es gibt ja in Zürich Klient/innen, die kommen, seit ich diese Arbeit mache, seit 1992, ohne Unterbruch.) So sind die Lektionen mein Labor, meine Experimentierstube. Da teste ich neue Übungen, neues Wording, neue Coachinggriffe. Das unentwegte Forschen und Experimentieren macht mir sehr viel Spass und bereichert die Methode. Aus diesem Labor enstanden schon die Äste &#8222;CANTIENICA®-Übungen mit Luftballonen&#8220;, &#8222;CANTIENICA®-Lektionen mit Theraband&#8220;, &#8222;Therapeutische CANTIENICA®-Lektionen mit Gymnastikball&#8220;. Diese Spezialitäten können Sie bei den initiativen CANTIENICA®-Qualitäts-Clubmitglieder mit Prädikat Gold erleben und geniessen, Adressen siehe ANBIETER.</p>
<p>Sonnige Grüsse, Ihre BC</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/cantienica.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/cantienica.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/cantienica.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/cantienica.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/cantienica.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/cantienica.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/cantienica.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/cantienica.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/cantienica.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/cantienica.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/cantienica.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/cantienica.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/cantienica.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/cantienica.wordpress.com/33/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=33&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Von Menschen mit Stöcken</title>
		<link>http://cantienica.wordpress.com/2009/05/05/von-menschen-mit-stocken/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 00:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>

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		<description><![CDATA[Klick klick. Klick klick. Klick klick. Das Klick wird schneller, forscher. Das Klick wird lauter. Es kommt näher. &#8222;Entschuldigen Sie einen Moment.&#8220; &#8222;Ja?&#8220; Ich drehe mich leicht nach rechts, laufe weiter. Eine Frau mit Stöcken. Sie hält an, ich halte an, sie zieht den rechten Sporthandschuh aus und reicht mir die Hand. &#8222;Ich bin Frau [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=cantienica.wordpress.com&amp;blog=11123025&amp;post=38&amp;subd=cantienica&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klick klick. Klick klick. Klick klick.<br />
Das Klick wird schneller, forscher. Das Klick wird lauter. Es kommt näher.<br />
&#8222;Entschuldigen Sie einen Moment.&#8220;<br />
&#8222;Ja?&#8220;<br />
Ich drehe mich leicht nach rechts, laufe weiter.<br />
Eine Frau mit Stöcken. Sie hält an, ich halte an, sie zieht den rechten Sporthandschuh aus und reicht mir die Hand.<br />
&#8222;Ich bin Frau Meier, ich wohne hier in Küsnacht.&#8220;<br />
Name selbstverständlich geändert.<br />
&#8222;Und Sie sind Frau Cantieni.&#8220;<br />
&#8222;Stimmt.&#8220;<br />
&#8222;Entschuldigen Sie, dass ich Sie hier im Wald überrumple, ich muss Sie etwas fragen.&#8220;<span id="more-38"></span></p>
<p>&#8222;Okay.&#8220;<br />
Ich weiss allerdings noch nicht, ob ich es schmeichelhaft oder ärgerlich finde, nun auch noch während meines Waldlaufs mit Fragen konfrontiert zu werden.<br />
&#8222;Ich habe Ihr neues Buch Catpower gelesen. Erst fand ich es grossartig. Dann kam das Kapitel über das Nordic Walken. Da sagen Sie, unsachgemässes Walken mit Stöcken mache die Schultern kaputt.&#8220;<br />
Ich nicke. Mein Schnellscanner hat Frau Meiers Schulter längst analysiert. Oberarmkugel im Schulterdach gefangen, der grosse Brustmuskel im Verbund mit dem Trapezius und dem Latissimus übertrainiert, die Feinmuskulatur darunter inaktiv. Ellenbogen stehen vom Körper ab &#8230;<br />
&#8222;Erst machte mich das Kapitel sauer, richtig sauer, ich dachte, nun seien Sie übergeschnappt, der Erfolg sei Ihnen in den Kopf gestiegen &#8230;&#8220;<br />
Tja, es ist so eine Sache mit dem Erfolg &#8230; so frühmorgens im Wald &#8230;<br />
&#8222;&#8230; beim Walken berichtete ich meiner Freundin von Ihrer Kritik an Nordic Walking. Sie blieb mitten im Schritt stehen und sagte: Du, wenn ich mir das recht überlege, so habe ich meine Beschwerden in den Schultern und im Nacken erst, seit ich mit Stöcken laufe. Sie hat am gleichen Tag das Nordic Walken aufgegeben, wie Sie sehen, bin ich jetzt allein unterwegs.&#8220;<br />
&#8222;Das tut mir leid, Frau Meier.&#8220;<br />
&#8222;Ich las das Kapitel noch mal und entschied, dass Sie sich das gut überlegt haben müssen, bevor Sie es schrieben.&#8220;<br />
&#8222;Sehr gut sogar.&#8220;<br />
&#8222;Ich begann mich umzusehen, Sie haben Recht, die meisten, nein, praktisch alle Nordic Walker gehen mit stocksteifen Oberkörpern.&#8220;<br />
Räusper.<br />
&#8222;Ich buchte eine Personal Trainerin, die stellte die Länge der Stöcke ein, zeigte mir, wie ich ohne Stockeinsatz und mit entspannten Schultern gehe. Und Sie möchte ich jetzt fragen: Was kann ich denn noch tun, um auch meine Schultern beim Nordic Walken glücklich zu machen?&#8220;<br />
&#8222;Muss es denn unbedingt Nordic Walken sein, Frau Meier?&#8220;<br />
&#8222;Ja, ich liebe es. Die Stöcke lenken mich ab, halten mich bei der Sache, es ist für mich wie Meditation&#8230; Es gibt doch auch andere Sportarten mit einseitigen Bewegungen, denken Sie an Golf. Niemand gibt Golfen auf, nur weil es die Lendenwirbelsäule einseitig belastet.&#8220;<br />
Stimmt. Die Argumentation ist logisch, ich muss lachen. Frau Meier freut sich auch.</p>
<p>&#8222;Also. Was kann ich tun?&#8220;<br />
&#8222;Vor dem Walken die Brustwirbelsäule mobilisieren. Nach dem Walken ebenfalls. Und vielleicht auch zwischendurch, alle 10 oder 15 Minuten stillstehen, aufspannen, Becken und Brustkorb ausrichten, Oberarme aus dem Schulterdach befreien &#8230;&#8220;<br />
&#8222;Wie geht das?&#8220;<br />
&#8222;Füsse in V-Stellung, Achse über den Fersen ausrichten. Kronenpunkt hoch. Stöcke hängen lassen, Oberarme schwer schwer schwer machen, stellen Sie sich vor, es tropft flüssiges Gold aus Ihren Ellenbogen, ja, Sie machen das prima&#8230;.&#8220;<br />
&#8222;&#8230; das fühlt sich auch gut an &#8230;&#8220;<br />
&#8222;&#8230; jetzt die Muskeln, Achtung, nur die Muskeln der Oberarme ausdrehen, nach hinten, ja, so &#8230; und nun diesen Punkt in der Mitte des Brustbeines mit dem benachbarten Brustwirbel verbinden &#8230;&#8220;<br />
&#8222;In meiner Vorstellung?&#8220;<br />
&#8222;Es ist mehr als Vorstellung&#8220;, ich berühre leicht das Brustbein und die Brustwirbelsäule von Frau Meier.<br />
&#8222;Ah, ja, das richtet mich sofort auf, vorne und hinten, danke.&#8220;<br />
So sind wir Schweizer, extrem höflich auch im Wald.<br />
*Jetzt drehen Sie diesen Punkt auf Höhe des BH-Verschlusses behutsam nach links, Kopf gerade aus, nach rechts, Kopf immer gerade aus, gleichzeitig den Kronenpunkt wie einen Korkenzieher zu den Baumkronen verlängern &#8230;&#8220;<br />
&#8222;Ahaaaaaa &#8230; das tut gut &#8230; meine Schultern werden ganz leicht &#8230; ich werde insgesamt leichter und länger &#8230;&#8220;<br />
&#8222;Schön.&#8220;<br />
&#8222;Wenn ich diese Übung für die Brustwirbelsäule häufig mache, kann ich dann Nordic Walken, ohne Schaden zu nehmen?&#8220;<br />
&#8222;Ich denke schon, es wird auch die Art, wie Sie walken, verändern &#8230;&#8220;<br />
&#8222;Wie oft, wie lange?&#8220;<br />
&#8222;100-mal &#8230;&#8220;<br />
&#8222;Das muss ich meiner Freundin berichten, vielleicht begleitet sie mich dann wieder &#8230;&#8220;, klick klick klick, Frau Meier stockt davon, winkt mit dem rechten Stock, &#8222;danke herzlich, Frau Cantieni, schön, dass Sie mir das gezeigt haben &#8230;&#8220;<br />
Tschüss, Frau Meier, auf Wiedersehen mit Freundin &#8230;</p>
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